- Kraken gehört zu den ältesten Kryptobörsen weltweit. Das Kerngeschäft besteht aus Spot-Handel, Futures, Staking-Services und der Verwahrung von Digital-Assets.
- Heute betreibt Kraken außerdem die US‑Bank Kraken Financial und bietet für Institutionen Dienstleistungen wie das Over-the-Counter Trading und professionelle Verwahrung an.
Kraken legt mit seinem Transparenz-Bericht 2025 erneut Zahlen vor, die den Einfluß der Regulierung auf die Kryptobranche sichtbar machen. Der Bericht zeigt: Die Zahl der Behördenanfragen nach Kundendaten steigt. Kraken interpretiert das als Verpflichtung zu verantwortungsbewusstem Wachstum.
Es gab 2025 insgesamt 7.957 behördliche Auskunftsersuchen an Kraken – ein Plus von 16,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anfragen kamen aus 74 Ländern und betrafen mehr als 13.000 Konten.
Je stärker Digital-Assets in den regulierten Finanzsektor hineinwachsen, desto größer wird das Interesse von Aufsichts- und Ermittlungsbehörden an den Daten der Kryptobörsen. Kraken betont, dass die Zunahme nicht generell auf Fehlverhalten von Kunden, sondern auch durch Betrugsopfer, Zeugenaussagen in Gerichtsprozessen und normale Steuerprüfungen verursacht wird.
USA führen vor Großbritannien und Deutschland
Wie schon in den Vorjahren stammen die meisten Anfragen aus den USA. 27 Prozent der Ersuchen entfielen 2025 auf US-Behörden, angeführt vom FBI mit 677 Einzelanfragen. Es folgen Großbritannien, mit gut elf Prozent und Deutschland mit etwa sechs Prozent der Anfragen. Die geografische Verteilung zeigt, dass westliche Jurisdiktionen weiterhin den Ton angeben, während andere Regionen zwar wachsen, aber noch nicht das gleiche Volumen erreichen. Kraken nutzt diese Daten, um seine Position als global agierender, aber klar regulierungskonformer Anbieter zu unterstreichen.
Mehr Datenanfragen – mehr Datenschutz
Bemerkenswert ist der Rückgang der Übermittlung nachgefragter Daten: Nur in 51,3 Prozent der Fälle gab Kraken Daten heraus – 2024 waren es 57 Prozent. Das Unternehmen führt keine konkreten Gründe an, verweist aber auf strenge interne Prüfprozesse.
Anfragen würden würden auf Rechtsgrundlage, Zuständigkeit und Angemessenheit des Umfangs geprüft. Zu weit gefasste oder unklare Ersuchen würden eingeschränkt beantwortet oder zurückgewiesen. Damit will Kraken sowohl seiner Kooperationsverpflichtung mit den Behörden und dem ebenso verpflichtenden Datenschutz nachkommen.
Wachstum in reguliertem Rahmen
Der Bericht ist ein Signal. Kraken stellt sich als Akteur dar, der in einem zunehmend regulierten Umfeld weiter wachsen will.
Mehr Produkte, mehr Märkte und die wachsende Bedeutung von Krypto im Zahlungsverkehr führen zwangsläufig zu mehr Behördenkontakt. Kraken nutzt Transparenz, um Vertrauen aufzubauen – sowohl bei Kunden als auch bei Behörden.
Die Botschaft: Wir sehen Regulierung nicht als Restriktion, sondern als Rahmen, in dem professionell arbeitende Marktteilnehmer langfristig bestehen können.

