- Nach anfänglichen hohen Erwartungen hat FedNow die Kryptobranche nicht wesentlich beeinflusst.
- Der Fokus von Ripple auf internationale Zahlungen und der laufende Rechtsstreit mit der SEC haben es im Rampenlicht gehalten.
Im Juli 2023 stellte die US-Notenbank FedNow vor, ein 24/7-Sofortzahlungssystem, das die Krypto-Sphäre auf den Kopf stellen sollte, und zwar mit einem donnernden Versprechen. FedNow wurde als „XRP-Killer“ bezeichnet und betrat den Markt voller Zuversicht, dass seine Schnelligkeit, Sicherheit und niedrigen Gebühren den Zahlungsverkehr revolutionieren und das übertreffen würden, was oft der Blockchain-Technologie zugeschrieben wird.
Das Angebot von FedNow war dem von Kryptowährungen sehr ähnlich. Dies veranlasste Analysten zu Spekulationen, dass FedNow digitale Vermögenswerte verdrängen könnte.
Seitdem ist ein Jahr vergangen, und FedNow hat zumindest keine nennenswerte Bedrohung für XRP oder den gesamten Markt für digitale Vermögenswerte dargestellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass FedNow eingeführt wurde, um das traditionelle Zahlungssystem umzugestalten – mit dem nicht ganz unbedeutenden Hintergedanken, es noch stärker unter die Kontrolle des Staates zu bekommen. Während es im FIAT-Bereich bedeutende Fortschritte machte, hatte es kaum Auswirkungen auf den Krypto-Sektor. Tatsächlich ist die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen seit dem Start von FedNow um 59 % gestiegen, was das anhaltende Wachstum der Branche unterstreicht.
Die Krypto-Community staunte nicht schlecht, als Uphold bestätigte, dass das Sofortzahlungssystem der US-Notenbank FedNow sofortige XRP-Transaktionen auf ausgewählte US-Bankkonten ermöglichte – CNF berichtete. Die Zusammenarbeit war sehr vielversprechend, schließlich war XRP lange als Lösung für grenzüberschreitende Zahlungen positioniert worden. Doch dieser Traum ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Wert von XRP ist seit dem Start von FedNow um 25 % gesunken.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels tauscht XRP den Besitzer mit 0,5027 $, was einen Rückgang von 20,32 % in der letzten Woche bedeutet.
Trotz des Rückgangs ist Ripple einer der Hauptakteure im Bereich der Kryptowährungen geblieben. Der Fokus von Ripple auf grenzüberschreitende Zahlungen und der laufende Rechtsstreit mit der SEC haben es im Rampenlicht gehalten. Es ist auch erwähnenswert, dass Ripple starke Allianzen mit führenden Finanzinstituten eingegangen ist. 80% der japanischen Banken arbeiten heute mit Ripple zusammen.
Angesichts der beeindruckenden Leistungskennzahlen von Ripple kann FedNow nicht konkurrieren. Zwar hat FedNow es geschafft, über 900 Finanzinstitute an Bord zu holen, aber nur 32 sind bis jetzt für die Verarbeitung von Zahlungen zertifiziert. Angesichts dieses Tempos würde es Jahrzehnte dauern, um die wachsende Hegemonie der Kryptowährungen umzukehren.
Beobachter Michael Wexler twitterte:
„Die winzige Liste der Banken auf der FedNow-Liste ist wirklich enttäuschend. Ja, die Backend-„Service Provider“ können ihren Nutzern FedNow anbieten, aber das ist eine wirklich traurige Vorstellung für diesen transformativen Service. BoA, Citi, wo seid ihr?“
Mark Gould, Chief Executive Payments Officer von Federal Reserve Financial Services, räumte ein:
„Wir stehen noch am Anfang des Weges zur Allgegenwärtigkeit von Instant Payment.“
Während die Einführung von FedNow einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung des US-Zahlungsverkehrs darstellt, bleibt der Kryptomarkt ein hartnäckiger Konkurrent. Ständig entstehen neue digitale Assets. Um in der Zahlungsbranche eine nennenswerte Rolle zu spielen, muss FedNow seine Konkurrenten bei der Kunden-Akquisition deutlich übertreffen.

