- Der WLFI-Stablecoin USD1 entkoppelte sich zum Wochenbeginn vom Dollar und fiel um 6 % auf 0,994 $, bevor er sich wieder stabilisierte.
- Emittent World Liberty Financial ordnete den Vorfall in mehreren öffentlichen Stellungnahmen als koordinierte Attacke ein.
Nach Unternehmensangaben wurden Social‑Media‑Konten mehrerer WLFI‑Gründer gekapert und für Falschmeldungen missbraucht.
Parallel dazu seien Influencer bestochen worden, die Stabilität von USD1 zu untergraben. Außerdem tauchten auffällig große Short‑Positionen auf WLFI‑Token auf, die von der im Markt erzeugten Unsicherheit profitieren sollten.
Gekaperte Konten und gezielte Stimmungsmache gegen WLFI
World Liberty Financial legte Wert auf die Feststellung, dass Wallets, Smart Contracts und interne Systeme nicht manipuliert wurden. Der Angriff habe ausschließlich Kommunikationskanälen gegolten, um eine negative öffentliche Wahrnehmung zu erzeugen.
Der kurzzeitige Kurseinbruch wurde jedoch durch den vorhandenen Einlösemechanismus abgefedert, wodurch der angerichtete Schaden überschaubar blieb.
Mechanismen zur Kursstabilisierung funktionierten
Die Kunden konnten den USD1 weiterhin im Verhältnis 1:1 gegen den Dollar einlösen, was den Kurs schnell stabilisierte und wieder auf 0,999 Dollar hob.
Experten werten das als Indiz, dass die Liquiditätsstruktur des Projekts funktioniert.
Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie anfällig Stablecoins für gezielte Desinformationen sind, die viel einfacher zu bewerkstelligen sind als technische Attacken, die Sicherheitsmechanismen außer Kraft setzen.
Politische Dimension und Marktumfeld
Der USD1 ist mit rund fünf Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ein relevanter, aber nicht dominanter Akteur im Stablecoin‑Sektor. Die Nähe des Projekts zur Trump‑Familie sorgt seit dem Start für zusätzliche Aufmerksamkeit und politische Reibereien.
World Liberty Financial sieht den Angriff als Versuch, das Projekt in einer frühen Wachstumsphase zu schwächen. Für den Markt ist entscheidend, ob der USD1 künftig ähnliche Belastungsproben ohne größere Kursreaktionen übersteht und ob das Unternehmen seine Kommunikationskanäle künftig zuverlässig absichert.

