- Ripple-CEO Garlinghouse hat den SEC-Vorsitzenden Gensler aufgefordert, sich nicht länger als absoluter Herrscher in einem freien Markt aufzuführen.
- Der XRP-Kurs ist im vergangenen Monat um über 42 Prozent gestiegen und hat trotz des laufenden Rechtsstreits zwischen Ripple und der SEC 0,58 Dollar erreicht.
Anfang dieser Woche erschien der Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC, Gary Gensler, zu einer Anhörung vor dem Senatsausschuss für Finanzdienstleistungen. Während der Anhörung beantragte Gensler satte 2,4 Milliarden Dollar zusätzlich für den Haushalt seiner Behörde, um die Arbeit der Kommission bei der Durchsetzung der Vorschriften für Finanztitel zu erleichtern. Auf die Frage, wie die Kommission den Kryptomarkt sieht, antwortete Gensler, dass die meisten Kryptowährungen unregulierte Wertpapiere seien.
Infolgedessen erklärte Gensler, dass Krypto-Unternehmen, insbesondere zentralisierte Börsen, sich für eine Wertpapierzulassung registrieren lassen müssen. Darüber hinaus bekräftigte der SEC-Vorsitzende, die bestehenden Wertpapiergesetze deckten den Kryptomarkt ab und die Börsen müssten sich auch für Digital-Assets nach diesen Gesetzen registrieren lassen. Gensler erklärte:
„Krypto-Token – ohne eins davon vorschnell zu beurteilen – Sie können sie sich fast alle ansehen, und Sie werden eine Gruppe von Unternehmern mit einer Twitter-Seite, mit einer Website, mit Einzelpersonen finden, und ich kann wetten, dass die meisten von Ihnen nicht von einem dezentralen, nicht existierenden Management geführt werden werden.“
Der SEC-Vorsitzende wird jedoch kritisiert, dass er genau denselben Menschen schade, die die Kommission eigentlich schützen soll. Darüber hinaus sei Kryptomarkt global und andere Länder, etwa Russland, El Salvador, die Zentralafrikanische Republik und sogar China – zumindest in Hongkong – hätten die Branche in hohem Maß unterstützt
As Chair of @SECGov, I have one goal with regard to the crypto markets: to ensure that investors and the markets receive all the protections that they would in any other securities market. How?
Read my op-ed in @thehill:
— Gary Gensler (@GaryGensler) March 9, 2023
Ripple-Chef Garlinghouse geht Gensler hart an
Ripple wurde von der SEC wegen des Verkaufs von XRP-Token für rund 1,3 Milliarden Dollar verklagt. Laut SEC ist das XRP-Token ein Wertpapier und muss als solches bei ihr registriert werden. Ripple sagt verständlicherweise das Gegenteil und besteht darauf, XRP werde weltweit als digitale Währung gehandelt und würde auch ohne Ripple weiterexistieren.
Nun liegt das letzte Wort bei Richterin Analisa Torres, von der erwartet wird, dass sie ein Urteil im Schnellverfahren spricht oder der Fall vor Gericht ausverhandelt wird. Da Ripple bereits über 100 Millionen Dollar an Anwaltskosten für den Prozess gegen die SEC ausgegeben hat, ist vortsellbar, was für die Krypto-Branche auf dem Spiel steht, wenn das Unternehmen den Prozess verliert. Darüber hinaus scheint die SEC inzwischen wild entschlossen zu sein, jedes andere Krypto-Projekt in ähnlicher Weise anzuklagen.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat SEC-Chef Gary Gensler jetzt persönlich aufgefordert, nicht mehr wie ein absolutistischer Herrscher in einem seit jeher freien Markt zu agieren:
„Wenn man sich wie ein Alleinherrscher verhält, der eine mit 2,2 Milliarden Dollar aufgeblähte Behörde leitet, warum sollte man dann jemals Klarheit darüber schaffen wollen, was „in oder out“ ist? Ohne klare Zuständigkeiten tarnt sich die Unklarheit als Macht.“
Garlinghouse hat die „gewählten Vertreter der Vereinigten Staaten“ aufgefordert, das Vorgehen von Gensler zu überdenken.
For the Chair of the SEC to assert that he dictates what is a security – and not the legislation from which his agency derives its power – is beyond comprehension. It's time for elected officials in the US to take notice. https://t.co/kvat6ixUdS
— Brad Garlinghouse (@bgarlinghouse) March 30, 2023

