- Das vom Kongress 2023 abgelehnte „DAME-Gesetz“ ist wieder auf dem Tisch und könnte Teil des Haushaltsplans 2025 sein, der im Oktober in Kraft tritt.
- Es schlägt eine Verbrauchssteuer von 30% auf den von Krypto-Minern verbrauchten Strom vor, die die Branche in den USA praktisch auslöschen würde.
Die Regierung von Präsident Joe Biden hat aus ihrer Anti-Crypto-Haltung keinen Hehl gemacht. Von vorgeschlagenen drakonischen Steuern bis hin zur Verfolgung von DeFi und DAOs durch Behörden wie die SEC geht sie weiterhin hart gegen den schnell wachsenden Sektor vor. Die krasseste Anti-Crypto-Haltung dürfte jedoch das DAME-Gesetz sein, das die Miningfarmen in den USA praktisch zur Aufgabe zwingen würde.
Biden schlug DAME oder die Digital Asset Mining Energy (DAME)-Steuer erstmals vor einem Jahr im Haushaltsentwurf 2024 vor. Die größte Änderung wäre eine Steuer von 30% auf alle Stromkosten, beginnend mit 10 % im ersten Jahr, 20 % im darauffolgenden Jahr und 30 % jedes weiteren Jahres.
Dieser absurde Vorschlag sorgte nicht nur in der Kryptobranche für Aufruhr. Senatorin Cynthia Llumis aus Wyoming bezeichnete ihn als Strafmaßnahme und sagte, er würde die Branche Industrie in Amerika zerstören.
The White House 2025 budget is incredibly bullish on crypto assets, some might even say they believe it’s going to the moon.🚀
But a proposed 30% punitive tax on digital asset mining would destroy any foothold the industry has in America.
— Senator Cynthia Lummis (@SenLummis) March 11, 2024
Während die Regierung Biden den Vorschlag nach dem Aufruhr zurückzog, unterstützt sie den Gesetzentwurf jetzt wieder. Das Weiße Haus geht davon aus, dass „DAME“ in den nächsten zehn Jahren 3,5 Milliarden Dollar einbringen wird. Es beschreibt den Gesetzesentwurf als Mittel der Regierung, um sicherzustellen, dass Bitcoin-Miner „ihren gerechten Anteil an den Kosten, die den lokalen Gemeinden und der Umwelt auferlegt werden, bezahlen“.
Branche in Aufruhr über Bidens Mining-Gesetz
Erwartungsgemäß ist die Krypto-Community wieder einmal geschlossen gegen das DAME-Gesetz aufgetreten. In einem vernichtenden Meinungsartikel meint Kadan Stadelman, dass die Auswirkungen des Gesetzes für Amerika katastrophal sein würden.
Stadelman ist der CFO von Komodo, einem Blockchain-Netzwerk mit einem Multi-Chain-Design.
Kadan merkte an, dass das neue Gesetz erstens das Mining im Land auslöschen würde. Die meisten Miner wären nicht in der Lage, mit den Gebühren Schritt zu halten, zumal der Strom die größten Kosten für den Sektor darstellt. Diese Gruppe würde ihr Geschäft aufgeben. Die größeren Miner, die über mehr Ressourcen verfügen, würden ihre Aktivitäten in andere Länder verlagern. Letztendlich wird die Regierung Biden einen höheren Prozentsatz der Steuern von einer sehr kleinen Gruppe von Minern erhalten.
Selbst das Weiße Haus räumt ein, dass das Gesetz die Miner zur Verlagerung zwingen könnte.

Wie Kadan anmerkt, scheint sich die Regierung Biden auf die Tatsache zu berufen, dass sie nicht die erste Regierung ist, die gegen Miner vorgeht – China verbietet seit Jahren das Mining von Bitcoin. Kadan:
„In Anbetracht dieses Kommentars sollte es niemanden überraschen, wenn Biden ein totales Moratorium für das Mining vorschlägt – vor allem, wenn seine Steuer nicht verabschiedet wird.“
Bidens Anti-Krypto-Krieg kommt zu einer Zeit, in der seine Popularität und Unterstützung schwindet, während die heiße Phase des Wahlkampfs gegen Donald Trump immer näher rückt. Durch die Förderung von verantwortungsvollem Mining könnte sich Biden bei Millionen Krypto-Stakeholdern, unter denen viele einflussreiche Wähler sind, in den USA beliebter machen, insbesondere da Trump gegen Bitcoin ist.

