- Laut Coinbase-Chef Brian Armstrong gibt es Gerüchte, dass die US-Börsenaufsicht SEC ein Verbot von Krypto-Staking für alle Kleinanleger in den USA anstrebt.
- Armstrong rät den Entscheidungsträgern in den Regulierungsbehörden und Parlamenten man solle einen konstruktiven Ansatz zur Krypto-Regulierung verfolgen, anstatt Verbote auszusprechen.
Coinbase bietet seinen Kunden wie viele andere Kryptobörsen die Möglichkeit, die Guthaben bestimmter Kryptowährungen, etwa Ethereum, zu „staken“. Dabei geht es darum, durch das Sperren von Krypto-Guthaben – also durch das Aufgeben der Verfügungsgewalt über das eigene Guthaben für einen begrenzten Zeitraum – Belohnungen zu verdienen. Kryptobörsen wie Coinbase und Kraken bieten ihren Kunden das Staking an, um sich Liquidität zu sichern.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Coinbase-CEO die Wertpapieraufsichtsbehörde angreift. Im August 2022 warnte Brian Armstrong, dass die Börse das Ethereum-Staking-Angebot einstellen würde, falls sie von Regulierungsbehörden wie der SEC unter druck gesetzt würde. In seinem jüngsten Tweet merkte der Coinbase-CEO an, dass es ein „schrecklicher Weg“ für die USA wäre, wenn sich die SEC mit dem Verbot von Krypto-Staking durchsetzen würde:
„Staking ist eine wirklich wichtige Innovation in der Kryptowährung. Sie ermöglicht es den Kunden, sich direkt am Betrieb offener Krypto-Netzwerke zu beteiligen. Das Staking bringt viele Verbesserungen in diesem Bereich mit sich, darunter Skalierbarkeit, erhöhte Sicherheit und ein geringerer CO2-Fußabdruck.“
1/ We're hearing rumors that the SEC would like to get rid of crypto staking in the U.S. for retail customers. I hope that's not the case as I believe it would be a terrible path for the U.S. if that was allowed to happen.
— Brian Armstrong 🛡️ (@brian_armstrong) February 8, 2023
Nach Daten von Etherscan ist Coinbase derzeit der zweitgrößte Einleger von Ether per Staking. Um am Ethereum Staking teilnehmen zu können, muss man insgesamt 32 ETH einzahlen. Indem die Kunden ihre ETH festlegen, oder „staken“, können sie Renditen von bis zu 6% erzielen.
Coinbase gegen die SEC
2022 hatte sich Coinbase mit der SEC wegen mehrerer Probleme angelegt. Aufgrund des Drucks der SEC musste Coinbase ein Krypto-Kreditprodukt vom Markt nehmen.
Seitdem die Ethereum-Blockchain im September 2022 auf das Proof-of-Stake-Netzwerk umgestellt wurde, ist die Nachfrage nach Staking-Diensten gestiegen. Das Gerücht, dass die SEC dem ein Ende setzen wolle, hat die Kryptobranche aufgeschreckt. Coinbase-Chef Amstrang sagt, eine Regulierung durch Verbote sei nicht der richtige Ansatz. Vielmehr würde er Unternehmen dazu veranlassen, sich außerhalb der USA niederzulassen. Armstrong fügte hinzu:
„Wir müssen sicherstellen, dass neue Technologien angeregt werden, in den USA zu wachsen, und nicht durch einen Mangel an klaren Regeln entmutigt werden. Wenn es um Finanzdienstleistungen und das Web3 geht, ist es eine Frage der nationalen Sicherheit, dass diese Fähigkeiten in den USA aufgebaut werden.“
Die nächste Phase der Ethereum-Entwicklung beinhaltet eine für März 2023 geplante Hardfork namens „Shanghai“. Das ist deswegen bedeutsam, weil das Ereignis ETH-Inhabern ermöglicht, ihre gestakten Guthaben zurückzuziehen.
Jede Maßnahme der SEC, die das Krypto-Staking verbietet, könnte Investoren von zentralisierten Börsen wie Coinbase zu dezentralen Staking-Pools treiben.
Coinbase hatte kürzlich einen Streit wegen des Vorwurfs des Verkaufs nicht registrierter Wertpapiere zu ihren Gunsten gütlich beigelegt.

