- Die SEC hat bestätigt, dass man alle Anklagen gegen Ripple-Gründer Chris Larsen und CEO Brad Garlinghouse fallen lässt.
- Angesichts eines fast aussichtslosen Berufungsprozesses fragt man sich in der Branche nun, ob die SEC einen Vergleich mit Ripple anstrebt – wozu das Gericht dringend geraten hat.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse und Mitbegründer Chris Larson können feiern: Die SEC die Klagen gegen sie zurückgezogen. Seit fast drei Jahren beschuldigte die SEC die beiden, das Unternehmen bei der Verletzung von Bundeswertpapiergesetzen mit seinen XRP-Transaktionen aktiv unterstützt zu haben. Nach der Klagerücknahme wurde der für April 2024 angesetzte Verhandlungstermin abgesagt.
Brad Garlinghouse hat auf die Nachricht reagiert und die Community daran erinnert, dass Ripple nun drei Erfolge Siege gegen die SEC feiern kann. Der CEO fügte hinzu, dass die SEC versucht habe, ihn, Larsen und das Unternehmen, das sie aufgebaut haben, persönlich zu ruinieren. Darüber hinaus wies er auf die Ironie hin, dass die SEC gegen die Führungskräfte vorging, während sie sich heimlich mit Sam Bankman-Fried von FTX traf und es versäumte, Verbraucher und Unternehmen vor der jetzt in Konkurs befindlichen Kryptobörse FTX zu schützen.
Today was an even better day.
Ripple: 3
SEC: 0In all seriousness, Chris and I (in a case involving no claims of fraud or misrepresentations) were targeted by the SEC in a ruthless attempt to personally ruin us and the company so many have worked hard to build for over a… https://t.co/YsQxewFnj9
— Brad Garlinghouse (@bgarlinghouse) October 19, 2023
Auch Chris Larsen äußerte sich zum Verhalten der SEC in den letzten drei Jahren und zur Einführung von Maßnahmen der Regierung, die Innovationen in der Branche abwürgen. Er twitterte:
„In den letzten drei Jahren haben wir einen schurkischen Verwaltungsstaat erlebt, der für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden muss – nicht nur eine Untersuchung der Interessenkonflikte, die zu diesen unbegründeten Behauptungen geführt haben, sondern auch, wie die USA aktiv ihre weltweite Stellung als Standort für Innovation zerstört haben, indem Tausende von Arbeitsplätzen ins Ausland verlagert wurden. Genug ist genug.“
Schon vor dieser Entwicklung kursierten in der Community Gerüchte, dass die SEC einen Vergleich mit Ripple anstreben würde. Es sieht so aus, als würde die SEC den Rechtsstreit verlieren, insbesondere nachdem das Gericht für einen Teilerfolg von Ripple sorgte, indem es feststellte, dass der Verkauf von XRP an öffentlichen Börsen keine Abgebote unregistrierter Wertpapiere sind. Die Richterin hatte kürzlich die Parteien angewiesen, Vergleichsgespräche zu sondieren. Dazu müssen sich direkte Vertreter beider Parteien mindestens eine Stunde lang persönlich treffen.
Nach dieser Nachricht hat sich XRP außergewöhnlich gut entwickelt. Vor dem Wochenende hat der Altcoin rund 8 Prozent zugelegt und notiert nun bei 0,51 US-Dollar.
Zusätzlich zu der für die SEC negativen Entwicklung im XRP-Fall hat die Regulierungsbehörde auch bei ihrem Versuch verloren, einen Bitcoin-Spot-ETF zu verhindern. Grayscale hatte im August Widerspruch gegen einen entsprechenden Ablehnungsbescheid der SEC eingelegt. Das Gericht erließ den Beschluss, der Ablehnungsbescheid sei rechtswidrig gewesen und die Behörde müsse den Antrag auf Umwandlung des Grayscale BTC Trust in einen ETF erneut prüfen.
Mehr zum Thema: Grayscale Bitcoin ETF-Genehmigung mit 90%iger Wahrscheinlichkeit für den 10. Januar erwartet, was den BTC-Kurs auf neues ATH treiben könnte
Experten gehen davon aus, dass die SEC in den nächsten Monaten den ersten Bitcoin-Spot-ETF genehmigen wird, eventuell sogar mehrere gleichzeitig.

