- Gary Gensler schlägt erneut zu: Er nahm die Ermittlungen gegen Elon Musks Unternehmen Neuralink wieder auf und forderte es auf, eine Geldstrafe zu akzeptieren.
- Musks Anwalt Alex Spiro reagierte mit dem Statement, dass man sich niemals von den „Taktiken…“ der Behörde einschüchtern lassen würde.
Wochen, nachdem wir über die Rücktrittsankündigung des Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht SEC, Gary Gensler, berichtet haben, und etwas mehr als einen Monat vor seinem offiziellen Rücktritt, hat die SEC Elon Musk eine neue Mitteilung über die Vorbereitung der Wiederaufnahme einer Untersuchung gegen sein Neurotechnologie-Unternehmen Neuralink zugestellt.
Die Causa Neuralink
Laut einem von Musks Anwalt Alex Spiro verfassten Schreiben forderte die SEC Musk auf, eine Geldstrafe zu akzeptieren oder sich zahlreichen Anklagepunkten zu stellen. Musk wurde aufgefordert, den Bedingungen innerhalb von 48 Stunden zuzustimmen.
Laut Anwalt Spiro hat die SEC Musk sechs Jahre gezielt schikaniert. Er teilte mit, ein Mitarbeiter der SEC habe ihn selbst einmal zu einer Zeugenaussage vorgeladen und mit Zwangsmaßnahmen gedroht, falls er nicht kooperiere. Er habe sich geweigert. Spiro bestätigte, dass die Kommission in dieser Woche erneut eine Untersuchung gegen Neuralink eingeleitet hat.
In einem Schreiben an Gensler behauptete Spiro, dass die Kommission offenbar eine unangemessen motivierte Kampagne gegen Musk, mit ihm verbundene Personen und mit ihm verbundene Unternehmen führe, anstatt die Wahrheit zu suchen. Er verlangte zu erfahren, wer hinter diesen Aktionen stecke – der Vorsitzende der SEC oder das Weiße Haus. Unabhängig davon versicherte er, dass man sich durch diese Taktiken nicht einschüchtern lassen werde.
Die Ermittlungen gegen Neuralink
Im Jahr 2023 forderten Abgeordnete die SEC auf, zu untersuchen, ob Musk Wertpapierbetrug begangen hat, indem er die Anleger über die Sicherheit eines von Neuralink entwickelten Hirnimplantats täuschte.
Berichten zufolge wurde der Antrag von vier den demokratischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses gestellt: Earl Blumenauer aus Oregon, Jim McGovern aus Massachusetts sowie Barbara Lee und Tony Cardenas aus Kalifornien.
Musks Unternehmen hatte angeblich ein Experiment an drei Affen durchgeführt. Aus der Klage geht hervor, dass diese dabei verstorben sind. Darüber hinaus wurde Neuralink beschuldigt, 12 Tiere aufgrund eines Problems mit dem Implantat des Unternehmens eingeschläfert zu haben. Inzwischen hat Musk klargestellt, dass kein Affe infolge eins Neuralink-Implantats gestorben ist.
„Um das Risiko für gesunde Affen zu minimieren, haben wir bei unseren frühen Implantaten Affen im Endstadium… ausgewählt.“
Musk wurde 2018 auch von der SEC angeklagt, weil er eine Reihe irreführender Tweets über eine angebliche Transaktion zur Privatisierung von Tesla abgesetzt hatte. Damals betonte der Co-Direktor der Zwangsvollstreckungsabteilung der Behörde, dass eine der wichtigsten Pflichten eines CEO darin bestehe, wahrheitsgemäße und genaue Informationen zu liefern.
Die Zwangsmaßnahmen der SEC wurden von mehreren Personen kritisiert, darunter auch von Ripple-CEO Brad Garlinghouse. Es wird erwartet, dass all das mit der Ernennung von Paul Atkins zum neuen Vorsitzenden ein Ende haben wird – CNF berichtet. Laut den Anwälten der Anwaltskanzlei Anderson PC könnte die neue Verwaltung die Kommission dazu bringen, bei der Lösung von Problemen auf weniger aggressive Maßnahmen zurückzugreifen:
„Unter Paul Atkins Führung könnte die SEC von aggressiven Taktiken abrücken, bei denen schlagzeilenträchtige Strafen Vorrang vor substanziellen Ergebnissen haben.“

