- Ripple und Pyypl kooperieren bereits seit 2021, als Ripples ODL in den philippinischen Markt eingeführt wurde.
- Pyypl könnte schon bald ODL und andere Ripple-Produkte in der kenianischen Tuk-Tuk-Community einführen.
Da die Regulierungsbehörden in den USA bei der Einführung angemessener Krypto-Vorschriften hinterherhinken, wandern US-Blockchain-Unternehmen inzwischen in internationale Märkte ab, die der Branche freundlich gesonnen sind. Ripple Labs Chief Executive Officer Brad Garlinghouse hat im Lauf des Gerichtsverfahrens gegen sein Unternehmen erklärt, dass man die USA verlassen werd, falls die Börsenaufsicht SEC in dem laufenden Verfahren obsiegt. Angesichts bedeutender Entwicklungen in den Krypto-Märkten anderer Welt-Regionen und um dort nicht ins Hintertreffen zu geraten, hat Ripple bereits jetzt begonnen, seinen Fokus auf zukünftige Wachstumsmärkte zu richten.
Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen Zentralbanken, einschließlich solchen in der EU, an der Entwicklung von digitalen Zentralbankwährungen.
Ripple auf dem afrikanischen Markt
2021 war Ripple eine Partnerschaft mit Pyypl eingegangen, einem internationalen, auf Blockchain basierenden Technologieunternehmen für Finanzdienstleistungen, das sich auf die Märkte des Nahen Ostens und Afrikas konzentriert, um die Einführung von On-Demand-Liquidität (ODL) in diesen Regionen voranzutreiben. Zunächst hatte Pyypl die ODL-Dienste nur auf den Philippinen eingeführt, aber die Ausweitung auf andere Schwellenländer angekündigt.
#Ripple user Pyypl rolls out microinvestment in Africa, deploying in Kenya. Cool to see their own p/r them as "the international payment technology and financial services provider using blockchain in its core systems". https://t.co/iJXowQUh7U
— WrathofKahneman (@WKahneman) April 26, 2023
2023 hat Pyypl nun mitgeteilt, dass man mit der kommerziellen Einführung seiner Mikro-Investitionsplattform für selbständige und Kleinst-Unternehmer in Afrika begonnen habe, zunächst in Kenia. Pyypl führt den ODL-Service über eine Partnerschaft mit dem kenianischen TukTuk Operators Network TTON ein, einem panafrikanischen Mobilitätsnetzwerk, das TukTuk-Betreiber in 47 Ländern verbindet.
Antti Arponen, CEO von Pyypl, sagte:
„Wir sind stolz darauf, mit dem Tuk Tuk Operators Network zusammenzuarbeiten, um kurzfristige, faire und transparente Investitionen zusammen mit den führenden digitalen Finanzdienstleistungen von Pyypl zum Nutzen seiner Mitglieder in ganz Afrika anzubieten. Gemeinschaftsgruppen bilden den Kern der kenianischen Gesellschaft und vertreten unter anderem Taxifahrer, Lieferfahrer, Bauern, Jugendentwicklungsgruppen sowie Tuk Tuk- und Boda-Boda-Fahrer. Mit über 126.000 TTON-Mitgliedern, die mehr als 1,6 Millionen Boda-Boda-Fahrer in ganz Kenia vertreten, zeigt dies die enormen Möglichkeiten für die Schuldverschreibungsplattform von Pyypl, während wir Partnerschaften in mehreren afrikanischen Ländern aufbauen.“
Die Partnerschaft wurde von der kenianischen Tuk-Tuk-Gemeinschaft sehr begrüßt, die glaubt, dass die Initiative ihre finanzielle Kompetenz und ihre Möglichkeiten in der Zukunft erheblich verbessern wird. Darüber hinaus wird die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und des Bankwesens bei vielen Tuk-Tuk- und Taxifahrern ohne Bankverbindung auf dem kenianischen Markt eingeführt werden können.
Vincent M. Were, Netzwerkleiter von TTON, sagte:
„Auf der Suche nach sinnvollen Partnerschaften für das Wachstum des Sektors schätzen die Tuk Tuk- und Boda-Bodas in Kenia das Engagement von Pyypl und dessen Dienstleistungen. Der Zugang zu Schuldverschreibungen über unsere Verbindung mit Pyypl hat unserem Transport-Ökosystem ein neues Fenster der Möglichkeiten eröffnet und deckt unsere wichtigsten finanziellen Bedürfnisse ab.“
Die kenianische Tuk-Tuk-Gemeinschaft wird Zugang zu den Ripple-Produkten haben, einschließlich XRP, dem nativen digitalen Token für die Ripple-Produkte ODL und RippleNet.
Ein „TukTuk“ ist übrigens eine ursprünglich aus Japan stammende, motorisierte dreirädrige Rikscha, und der Name ist aus dem Leerlaufgeräusch der früher üblichen Zweitaktmotoren abgeleitet. „Bodo-Boda“ ist die Bezeichnung für ein Fahrrad- oder Motorrad-Taxi in Ostafrika, dessen Name von dem englischen Wort „Border“ für „Grenze“ stammt. Die ersten Boda-Bodas sollen für den Schmuggel in Grenzgebieten eingesetzt worden sein.

