- Ripple hat in Großbritannien die Electronic Money Institution Licence (EMI) und die Cryptoasset Registration der Financial Conduct Authority FCA erhalten – und damit die Rechtsgrundlage zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs.
- Die FCA gilt als eine der anspruchsvollsten Regulierungsbehörden weltweit. Deshalb haben diese Lizenzen Signalwirkung für mögliche Anträge auf entsprechende Genehmigungen in der EU.
Mit der EMI‑Lizenz erhält Ripple die Erlaubnis, elektronisches Geld auszugeben und regulierte Zahlungsdienste anzubieten. Damit bewegt sich das Unternehmen in einer Liga mit etablierten FinTechs wie Revolut oder Wise, allerdings mit dem Fokus auf blockchainbasierte Infrastruktur.
Die Lizenz verpflichtet Ripple zu hohen Standards bei Kapitalausstattung, Risiko-Management und Konformität. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage, um grenzüberschreitende Zahlungsdienste per Ripple Payments direkt im Britischen Markt zu anzubieten und institutionelle Kunden zu akquirieren. Diese können sich auf eine regulierte, technologisch moderne Alternative im internationalen Zahlungsverkehr verlassen.
Die zweite Genehmigung, die Cryptoasset Registration, bestätigt, dass Ripple die britischen Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erfüllt. Das ist Voraussetzung für alle Unternehmen, die in Großbritannien Krypto‑Dienstleistungen anbieten möchten.
Pflichten und Chancen
Die beiden neuen FCA‑Lizenzen verschaffen Ripple einen deutlichen Reputationsgewinn gegenüber EU-Aufsichtsbehörden, da die Britische Finanzaufsicht als besonders streng gilt und hohe Anforderungen an Compliance, Governance und Geldwäscheprävention stellt.
Ripple hat dadurch eine sehr gute Ausgangsposition für den Einstieg in Gespräche mit EU‑Regulierungsbehörden und stärkt die Ausgangsposition für eine spätere MiCA‑Lizenzierung, die 2026 in der EU obligatorisch wird.

Natürlich ersetzen die Britischen Lizenzen keine EU-Zulassung, doch sie zeigen, dass Ripple bereits viele der Voraussetzungen erfüllt, die die EU in ihren MiCAR verlangt Gleichzeitig verbessert sich Ripples Attraktivität für EU-Banken und Zahlungsdienstleister, die bevorzugt mit Partnern arbeiten, die in regulierten Märkten zugelassen sind und robuste AML‑Prozesse nachweisen können.
Darüber hinaus kann Ripple schon jetzt über britische Finanzinstitute, die selbst EU‑Lizenzen haben, indirekt Zugang zu EU-Kunden gewinnen, was die vorbereitende operative Expansion auch ohne EU‑Lizenz ermöglicht.

