- In den US-DoJ-Akten tauchen Ripple/XRP und Stellar (XLM) in einer E-Mail aus dem Jahr 2014 auf, was auf X Spekulationen in der XRP-Community ausgelöst hat.
- Ex-Ripple-CTO David Schwartz hat die Verschwörungstheorien zurückgewiesen und erklärt, dass ihm keine belastbaren Hinweise auf Verbindungen, Treffen oder Absprachen bekannt sind.
Die am 30. Januar 2026 vom US-Justizministerium veröffentlichten Ermittlungsakten im Fall Jeffrey Epstein enthalten beiläufige Erwähnungen von Ripple/XRP und Ripple (XRP) in einem E-Mail-Verkehr aus dem Jahr 2014. Diese Erwähnungen haben in der XRP-Community auf X für großen Wirbel und allerlei Spekulationen sowie Deutungen gesorgt.
Ex-Ripple CTO dementiert Verschwörungstheorien
Konkret enthalten die Akten eine E-Mail vom 31. Juli 2014, in der der Blockstream-Mitbegründer Austin Hill die Rivalität zwischen Ripple und Stellar erörterte und davor warnte, beide gleichzeitig zu unterstützen. Die Akten legen nahe, dass Epstein weder an der Finanzierung noch an der Entwicklung dieser Projekte beteiligt war.
Und genau dies hat Ripples ehemaliger CTO David Schwartz auch am 31. Januar 2026 via X bestätigt. Auslöser war ein Post, der behauptete, dass es geheime Absprachen oder NDAs geben muss, dass sich Epstein und sein Team (zusammen mit Bitcoin-Projekt Blockstream von Adam Back) gegen Ripple verschworen haben könnten.

Schwartz reagierte eindeutig: „Ich kenne keine Verbindungen zwischen Jeffrey Epstein und Ripple, XRP oder Stellar. Mir ist auch kein Beleg bekannt, dass irgendjemand bei Ripple oder Stellar Epstein oder jemanden aus seinem engen Umfeld getroffen hätte.“
Er ergänzte: „Es gibt einige indirekte Berührungspunkte zwischen Epstein und Personen, die auf unterschiedliche Weise mit Bitcoin zu tun haben – aber das dürfte bei den meisten sehr reichen Menschen so sein.“
Als ein Nutzer nach der Herkunft und Relevanz des Dokuments fragte, ordnete Schwartz den Inhalt enger ein. Seiner Darstellung nach handelt es sich um „eine E-Mail von Austin Hill an Jeffrey Epstein“, in der Hill erklärt habe, warum Unterstützung für Ripple oder Stellar aus seiner Sicht jemanden zum Gegner mache.
Entscheidend sei weniger „Epstein“ als Empfänger, sondern die Logik dahinter: Es sei „ziemlich wahrscheinlich“, dass Hill und andere „ähnliche Ansichten vielen anderen Leuten“ gegenüber geäußert hätten.
Auf die Nachfrage, was mit „zwei Pferde im selben Rennen“ gemeint gewesen sei, sagte Schwartz: Hill habe gemeint, dass er Ripple und Stellar für schlecht fürs Ökosystem hielt und dass „jeder, der XRP oder XLM unterstützt, ein Gegner/Feind“ sei.
Gleichzeitig schrieb Schwartz aber auch, dass er mit noch weiteren Enthüllungen rechne: „Ich hasse es, ein Verschwörungstheoretiker zu sein, aber ich wäre überhaupt nicht überrascht, wenn das nur die Spitze eines riesigen Eisbergs ist.“ Gleichzeitig kritisierte er das Lagerdenken, das aus seiner Sicht bis heute nachwirkt: „Das Traurige ist: Wir sitzen wirklich alle im selben Boot und diese Haltung schadet allen in diesem Bereich.“
Epstein’s Annäherungsversuche an Bitcoin
Die Veröffentlichung der fast drei Millionen Dokumenten des US-Justizministeriums enthüllte Epsteins umfangreiche, wenn auch eher periphere Beteiligung am frühen Kryptowährungssektor. Die Dokumente bestätigen, dass Epstein zu den ersten Geldgebern der Bitcoin-Infrastruktur gehörte, insbesondere durch eine Investition in Blockstream im Jahr 2014, die über einen Fonds des MIT Media Lab von 50.000 auf 500.000 US-Dollar anwuchs.
Epstein behauptete in einer Email von 2016, Kontakt zu den „Gründern von Bitcoin“ gehabt zu haben, allerdings gibt es keinerlei Beweise dafür (oder ob er nur Entwickler aus dieser Zeit meinte). In 2011 wollte das Epstein-Team Kontakt zu Gavin Andresen aufbauen, ein früher Bitcoin-Entwickler, der 2010 die Leitung der Wartung des Bitcoin-Quellcodes von Schöpfer Satoshi Nakamoto übernahm. Andresen wie den Kontakt mit “No, sorry, I’m busy” ab.
Based Gavin Andresen, who may or may not be Satoshi, telling Epstein to fuck off. pic.twitter.com/3y095t1LGk
— Autism Capital 🧩 (@AutismCapital) February 2, 2026
Aus dem Schriftverkehr geht zudem hervor, dass er Gespräche und „philosophische Debatten“ mit PayPal und Palantir-Mitbegründer Peter Thiel über Bitcoin führte, obwohl sich seine persönliche Einstellung zu Bitcoin bis 2017 verschlechterte, als er es als „nicht kaufenswert“ abtat.
Jeffrey Epstein knew about Bitcoin as early as 2011 and invested in BTC and crypto startups, though his interest was more about profit than philosophy.
He was skeptical Bitcoin would ever go mainstream, so he traded in and out rather than holding long-term. pic.twitter.com/iJyXjf6Ajd
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) January 30, 2026

