- Laut Ripple-CTO Schwartz reduzieren Struktur und Governance des XRP-Ledger das Risiko einer Hard Fork erheblich.
- Quantencomputing stellt zumindest für XRP in den nächsten 20-40 Jahren keine nennenswerte Bedrohung dar.
Diskussionen in der XRP-Community haben Gerüchte über eine mögliche Hard Fork des XRP-Ledgers XRPL aufkommen lassen. Dies wurde jetzt von Ripple CTO David Schwartz und J.A. Akinyele, Head of Engineering, dementiert.
In einem kürzlichen Gespräch erkundeten sie theoretische Anwendungen von XRP in DeFi, sowohl durch native Onchain-Protokolle als auch durch externe Anwendungen.
In der Diskussion ging es um Staking-Konzepte und Governance-Mechanismen, einschließlich eines potenziellen Governance-Tokens mit begrenztem Angebot, der für die Stimmrechtskontrolle entwickelt wurde, obwohl kein offizieller Vorschlag veröffentlicht wurde.
Schwartz betonte, dass alle öffentlichen Layer-1-Blockchains, einschließlich XRP, theoretisch durch Forks gesteuert werden. Allerdings ist XRPL durch ein System von überlappenden Validatoren einzigartig vor solchen Ergebnissen geschützt.
All public layer one blockchains are ultimately governed by fork. But I think it's good to have robust protections from other governance mechanisms that help reduce the risk of a fork. XRPL's published UNL is one such mechanism. Validator's voting for amendments is another.
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) November 19, 2025
Jeder Server im Ledger stützt sich auf eine Unique Node List (UNL), die vertrauenswürdige Validierer enthält, die an der Konsensfindung teilnehmen. Durch die hohe Redundanz dieser Listen, die in Extremszenarien bis zu 90% beträgt, wird sichergestellt, dass Transaktionen im gesamten Netzwerk einheitlich validiert werden, wodurch das Risiko einer Fork verringert wird.
Der XRP Ledger unterstützt dies durch empfohlene Validierungslisten, die sowohl von Ripple als auch von der XRP-Ledger-Foundation veröffentlicht werden und zur Aufrechterhaltung des Konsenses und der Netzwerkintegrität beitragen.
Technische Schutzmaßnahmen stärken die XRPL-Sicherheit
Die UNL ist entscheidend für die Widerstandsfähigkeit des XRPL-Netzwerks gegen Forks. Jede zu validierende Stimme wird durch die UNL des jeweiligen Validierungsservers bestimmt. Hätten verschiedene Server unterschiedliche UNLs besessen, hätte es zu widersprüchlichen Validierungen für verschiedene Ledger kommen können.
So wird sichergestellt, dass die Validierer auf derselben Seite stehen, unabhängig davon, in welchem Szenario sie sich befinden. Das Entwicklungsteam von Ripple hat all dies in sein Modell aufgenommen, um sicherzustellen, dass es keine Konflikte gibt, wenn Transaktionen in seinem Netzwerk bestätigt werden.
Die Bedenken der Community in Bezug auf Forks wurden daher durch einen solchen zustimmungsbasierten, mehrschichtigen Ansatz für die Governance adäquat berücksichtigt.
XRP- und Quantum-Bedrohungen sind noch weit entfernt
Neben den Bedenken bezüglich des Forkings gab es auch Probleme bezüglich der Widerstandsfähigkeit von XRP gegenüber Quantencomputern. Kürzlich hat der Forscher Pumpius die Resistenz von XRP gegenüber Quantencomputern festgestellt und erklärt, dass XRP in den nächsten 20 bis 40 Jahren nicht durch Quantencomputer gefährdet ist.
Zur Durchführung von Quantenangriffen sind Quantencomputer erforderlich, die in der Lage sind, elliptische Kurvensignaturen zu brechen. Derzeit funktioniert ihre Hardware jedoch nur mit einigen hundert Qubits, weit entfernt von den Millionen Qubits, die für solche Angriffe erforderlich wären.
🚨 XRP FACES NO QUANTUM THREAT FOR THE NEXT 40 YEARS!
XRP currently faces no meaningful quantum threat for the next twenty to forty years, based on everything we know from quantum hardware roadmaps, cryptographic thresholds, and XRPL’s upgrade path.
Here is the reality:… pic.twitter.com/dKGcptAIGG
— Pumpius (@pumpius) November 17, 2025
Das Netzwerkprotokoll von XRP wurde ebenfalls mit Blick auf die Aufwärtskompatibilität entwickelt. Private Schlüssel werden mit hohem Random-Faktor erstellt, um Lücken in den Mustern zu reduzieren, und es gibt einen nahtlosen Übergang zu quantensicheren kryptografischen Algorithmen.
Experten zufolge ist es für XRPL machbar, Post-Quantum-Sicherheitsfunktionen einzubauen, lange bevor Quantencomputer eine echte Bedrohung darstellen.
Ripples Technologie-Abtielung hat sowohl die Governance- als auch die Sicherheitsaspekte von XRP geklärt. Die robuste Validator-Struktur des Ledgers in Kombination mit zukunftsfähiger Kryptografie räumt mit den Fork-Gerüchten auf und positioniert das Netzwerk als widerstandsfähig gegen langfristige technologische Bedrohungen.
