- Die FTX-Schuldner haben einen Plan zur Rückzahlung von bis zu 90% der gesperrten Gelder an die Gläubiger vorgelegt.
- Wenn der Plan vom Konkursgericht genehmigt wird, sollen die Rückzahlungen bis zum zweiten Quartal 2024 erfolgen.
FTX Trading Ltd. und der mit ihr verbundene Schuldner, die zusammen als FTX Debtors bekannt sind, haben sich optimistisch geäußert und eine Zukunftsprognose vorgelegt, die vorsieht, dass die Kunden mehr als 90 % der Einlagen zurückerhalten werden, falls der Insolvenzplan genehmigt wird. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, soll die Rückzahlung bis zum zweiten Quartal 2024 erfolgen.
Der vorgeschlagene Vergleich, das „Customer Shortfall Settlement“ soll den anhaltenden Streit um Kundeneigentum im Rahmen des anhängigen Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 beilegen.
Details der Einigung
Dieser Vergleich, der zwischen den FTX-Schuldnern, dem Exekutivkomitee des Ad-hoc-Komitees der Nicht-US-Kunden, dem offiziellen Komitee der ungesicherten Gläubiger und den Vertretern der Sammelklägergruppe geschlossen wurde, wird voraussichtlich zusammen mit dem geänderten Reorganisationsplan bis zum 16. Dezember 2023 vorgelegt.
Insidern zufolge soll der Plan solide und umfassend sein und die finanziellen Verwicklungen der Situation berücksichtigen. Wenn er durch das US-Konkursgericht genehmigt wird, dürfte er den Weg für eine spezielle Ausfallforderung für FTX-Kunden ebnen, mit der diese einen erheblichen Teil des betroffenen Gesamtwerts zurückerhalten können.
Die Ausfallforderung wird für FTX.com auf rund 8,9 Milliarden Dollar und für FTX.US auf rund 166 Millionen Dollar geschätzt. Die Bedeutung der Tatsache, dass die Kunden möglicherweise über 90 % des Gesamtwerts zurückbekommen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das bedeutet eine erfolgreiche Lösung für eine Situation, die finanziell viel schwieriger hätte sein können.
Der Optimismus der Schuldner beruht auf der Überzeugung, dass der genehmigte Plan die Komplexität des Konkursverfahrens wirksam bewältigen und eine faire und gerechte Verteilung der Vermögenswerte gewährleisten wird.
In einem Tweet erklärte das offizielle Komitee der ungesicherten Gläubiger, dass der geänderte Plan ebenfalls dazu beitragen wird, das Verfahren nach Chapter 11 zu beschleunigen und den Zeitplan für die Rückforderungen von Gläubigern und Kunden bis zur Austzahlung verkürzt.
Diese positive Prognose könnte auch einen Wendepunkt für die Börse bedeuten, da sie von der Widerstandsfähigkeit und dem Engagement zeugt, die finanziellen Herausforderungen direkt anzugehen. Die Erwartung, dass die Kunden einen beträchtlichen Teil ihrer Einlagen zurückerhalten, dürfte das Vertrauen des Marktes und der Aktionäre stärken.
Wiederaufbau der FTX-Börse
Zweifellos arbeitet das neu ernannte Management unter der Leitung von John Ray hart am Wiederaufbau der insolventen Börse. Man plant einen Relaunch des internationalen Outfits der Kryptobörse und nennt ihn FTX 2.0. Berichten zufolge hat die untergegangene Börse neue Investitionen internationaler Anleger, um sie wieder ins Geschäft zu bringen.
John Rays jüngste Aktionen wurden von der Krypto-Community als positiv bewertet und signalisieren Fortschritte des Projekts.

