- Die Britische Hongkong Shanghai Banking Corporation HSBC hat einen Test abgeschlossen, der das Potenzial der Tokenisierung von Einlagen per Blockchain-Technologie untersuchte.
- Vincent Lau von der HSBC teilte mit, der Test habe die Fähigkeiten des Bankensektors in Hongkong zeigen sollen.
Laut Bericht wurde das Projekt unter der Leitung des „Hong Kong Monetary Authority’s Fintech Supervisory Sandbox Arrangement“ durchgeführt. Der Test sollte die Wirksamkeit von Echtzeit-Treasury-Fondsbewegungen zwischen Unternehmenskonten und dem HSBC-Netzwerk überprüfen.
Er konzentrierte sich auf drei Hauptfunktionen – Ausgabe, Übertragung und Rücknahme von Einlagen-Token. Es sei daran erinnert, dass die chinesische Ant Group zu diesem Zweck eine Blockchain-Plattform entwickelt hat. Die HSBC sorgte dafür, dass Zahlungen über globale Finanzzentren hinweg erleichtert wurden. Bislang wurden der Hongkong-Dollar, der US-Dollar, der Chinesische Yuan, das Britische Pfund und der EURO integriert.
Vincent Lau, Global Head of Emerging Payments, Global Payments Solutions, HSBC, erklärte, dass der Test die Fähigkeiten des Bankensektors in Hongkong repräsentiere. Die Bank werde auch weiterhin neue Technologien einsetzen und Token-Einlagen zur Optimierung des Treasury-Managements nutzen.
„Der Test ist ein Beispiel für die hochmodernen Möglichkeiten des Bankensektors in Hongkong als Zentrum für Unternehmensfinanzen. Wir bei HSBC werden auch weiterhin Tokenisierte Deposits und andere Finanzinnovationen nutzen, um das Finanzmanagement für unsere Kunden zu rationalisieren und zu optimieren.“
Die HSBC war bereits an mehreren CBDC-Pilotprogrammen beteiligt, darunter das Projekt mBridge. Es konzentrierte sich auf grenzüberschreitende Großhandelstransaktionen. Die HSBC war auch ein aktiver Teilnehmer am SWIFT-Pilotprojekt für sichere grenzüberschreitende CBDC-Zahlungen
Die HSBC gehört auch zu den Banken, die an der interoperablen Plattform für digitales Geld teilnehmen. In USA und UK wird diese als „Regulated Liability Network“ bezeichnet.
HSBC Gold-Token
In einem separaten Bericht kündigte die HSBC ihren ersten Handel mit Gold-Token an. Mithilfe von DLT (Distributed-Ledger-Technologie) erstellen institutionelle Kunden einen digitalen Zwilling von physischen Vermögenswerten, der auf der HSBC-Evolve-Plattform gehandelt werden kann. Es ist erwähnenswert, dass HSBC einer der größten Edelmetallverwahrer ist.
Laut John O’Neill, Global Head of Digital Assets Strategy, Markets, and Securities Services bei HSBC, hat die Bank eine steigende Nachfrage nach Tokenisierungslösungen festgestellt.
„Zusätzlich zur Nachfrage nach nativen digitalen Vermögenswerten sehen wir einen Appetit auf Tokenisierungslösungen, die eine Verbindung zu bestimmten realen Anwendungsfällen wie Gold herstellen können.“
Als einer der aktiven Mitwirkenden am grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr hat die Bank kürzlich Ripples XRP gelobt und seine DLT für ihre enormen Anstrengungen. Laut HSBC können Banken die DLT nutzen, um etwas Ähnliches mit CBDC-bezogenen Token einzuführen.
„Die praktischen Anwendungen der DLT werden immer zahlreicher. Der Post-Trade-Bereich bietet große Chancen, ist aber ist aber nur eine von vielen möglichen Anwendungen. Mit der Zeit könnte die DLT sogar den Handel erleichtern. In den nächsten Jahren wird sich die Entwicklung beschleunigen, wobei kommerzielle Zwänge helfen werden, konkrete Hindernisse zu überwinden. Engagement und eine Reihe von Partnern werden immer wichtiger werden.“

