- Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND und die Bundesdruckerei entwickeln gemeinsam das Projekt „Person Identification Data“ der Bundesregierung.
- Es wird als Kernsystem für die EU Digital Identity Wallet dienen. Die EUDI-Wallet soll EU-weit sichere, vertrauenswürdige Online-Transaktionen ermöglichen.

„Gemeinsam mit der SPRIND GmbH arbeiten wir erfolgreich an der digitalen Zukunft Deutschlands und Europas.“
„Mit dem produktiven PID-Provider-Dienst setzt die Bundesdruckerei als Expertin für digitale Identitäten und sichere Infrastrukturen eine Kernkomponente für das deutsche EUDI-Wallet-System um.“
Das Hintergrundsystem erstellt aus den im Chip des Personalausweises hinterlegten personenbezogenen Daten eine PID, die als interoperable und rechtssichere digitale Kernidentität in die EUDI-Wallet auf das Smartphone des jeweiligen Nutzenden übertragen wird. Bereits heute ermöglicht die sogenannte Online-Ausweisfunktion eine sichere Authentifizierung im Internet.
In einem eIDAS-Meldeverfahren erfüllte das dahinterliegende nationale eID-System alle Anforderungen für das höchste Vertrauensniveau. Diese Funktion wird daher auch vom PID-Provider-Dienst verwendet, sodass die persönlichen Daten des Nutzers jederzeit zur sicheren Erstellung einer PID verwendet werden können.
Der PID-Provider-Dienst selbst nutzt für die Ausstellung der PID eigene Hardware-Sicherheitsmodule, die speziell für die Verarbeitung hochsensibler Daten zertifiziert sind. Die Entwicklungsergebnisse werden als Open Source bereitgestellt.
Neue Perspektiven für Inhaber, Wirtschaft und Verwaltung
Inhaber der EUDI-Wallet werden auf dieser Grundlage ihre wichtigsten Identitätsdaten wie Vor- und Zuname, Nationalität, Geburtsdatum, Geburtsort sowie ihre Meldeadresse online für verschiedene Zwecke nutzen können, etwa für die Beantragung von Verwaltungsleistungen oder die Eröffnung eines Bankkontos. Die PID kann zudem für als Altersnachweis verwendet werden.
Zudem können die Inhaber der Wallet in Zukunft auf Basis der PID weitere persönliche Nachweise wie Zeugnisse, Qualifikationen oder Berechtigungen hinzufügen. Damit wird in den 27 EU-Staaten eine sichere, automatisierte und effiziente Übermittlung inklusive Echtheitsprüfung zahlreicher Nachweise möglich – von der Fahrerlaubnis über die Online-Buchung eines Mietwagens bis zu digitalen Zeugnissen für eine Job-Bewerbung über das Internet.
Dr. Torsten Lodderstedt, Lead Architect des deutschen EUDI-Wallet-Projekts bei SPRIND, betont die Vielseitigkeit der Wallet:
„Die SPRIND führt im Auftrag der Bundesregierung das Projekt zur Implementierung und zur Einführung des EUDI-Wallet-Systems durch. Wir legen größten Wert darauf, dass EUDI-Wallets im Sinne der Inhaber vertrauenswürdig, nutzerfreundlich und universell einsetzbar sein werden.“
Die EUDI-Wallet bedeutet eine große Erleichterung im alltäglichen Kontakt mit Behörden und Unternehmen – bei gleichzeitiger Kontrolle über die eigenen Daten: Die EUDI-Wallet setzt auf hardware-basierte Sicherheit, Multi-Faktor-Authentifizierung und Datensparsamkeit, um Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.
Durch medienbruchfreie, automatisierte Übertragung wird zudem die Handlungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung gesteigert, während Unternehmen von den effizienten Prozessen profitieren.

