- Laut Wall Street Journal ist die US-Regierung einer der größten Besitzer von Bitcoin, mit einem Wert von mehreren Milliarden Dollar.
- Anders als die meisten anderen Inhaber hat die Regierung wenig Interesse daran, ob der Preis steigt oder fällt.
Durch Verhaftungen von Cyberkriminellen und das Abschalten kriminell agierender Plattformen durch die Behörden ist die US-Regierung zu einem der größten Bitcoin-Eigentümer der Welt geworden. Nach Angaben des Wall Street Journal (WSJ) gehören der US-Regierung rund 200.000 Bitcoin. Dieser Vorrat ist mehr oder weniger fünfeinhalb Milliarden Dollar wert, je nach den aktuellen Kursschwankungen – wobei der Kurs die US-Behörden überhaupt nicht interessiert.
Im Gegensatz zu den meisten Inhabern hat die US-Regierung diese Bestände weder durch Käufe auf dem freien Markt noch durch Mining erworben. Stattdessen haben die zuständigen Behörden die Bitcoins durch Beschlagnahmungen angehäuft.
Im Lauf der Jahre hat die Regierung über ihre Vollzugsbehörden einige öffentlichkeitswirksame Operationen gegen Cyberkriminelle, Darknet- und andere kriminelle Plattformen durchgeführt.
Ein Beispiel ist der berühmte Online-Drogenmarktplatz Silk Road, dessen Schließung im Jahr 2013 es der Regierung ermöglichte, eine beträchtliche Menge an Bitcoin zu beschlagnahmen. Auch der Cyberangriff auf Bitfinex vor etwa sechs Jahren führte dazu, dass das Justizministerium eine beträchtliche Menge an Bitcoin sicherstellen konnte. Die Verfahren gegen Ilya Lichtenstein und seine Frau Heather Morgan trugen ebenfalls dazu bei.
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Aufgrund der Komplexität einiger dieser Fälle dauert es Jahre, bis die Regierung Maßnahmen in Bezug auf die Bestände ergreifen kann. Wenn die Rechtsfragen geklärt sind, wird oft der U.S. Marshals Service mit der Liquidierung der digitalen Assets beauftragt. Je nach Höhe des Betrags haben diese Ereignisse jedoch manchmal Auswirkungen auf die Preise. Die Anleger sind immer vorsichtig, wenn die Regierung zu viel auf den Markt bringt, was die Nachfrage senken und die Preise negativ beeinflusst.
US-Regierung profitiert vom Bitcoin-Anstieg
Für die Regierung haben sich diese Beschlagnahmungen als ziemlich profitabel erwiesen, da der Wert von Bitcoin kontinuierlich gestiegen ist. 2013 wurde BTC zum Beispiel zu einem Preis von etwa 1.100 Dollar gehandelt. Seitdem ist der Preis drastisch gestiegen, und die bei der Schließung der „Silk Road“ beschlagnahmten Bestände haben enorme Gewinne eingebracht.
Zum Redaktionsschluss wird BTC für 28.125 $ gehandelt, nach einem Anstieg von fast 5 Prozent in den letzten 24 Stunden. Dies geschah nach Gerüchten über die Genehmigung eines Bitcoin-Spot-ETF durch die SEC, die den Kurs kurzzeitig auf 30.000 $ getrieben hatten. Obwohl der ETF noch nicht genehmigt wurde, glauben viele Experten, dass das Ereignis wahrscheinlich in den nächsten Monaten stattfinden wird. Darüber hinaus wird die bevorstehende Halbierung des Bitcoin im Jahr 2024 eine wichtige Rolle für sein Kurswachstum spielen.

