- Videos einer anonymen Quelle sollen eine angebliche Verschwörung von Ava-Labs-Chef Emin Gün Sirer mit dem US-Rechtsanwalt Kyle Roche beweisen
- In dem Video wird Ava Labs vorgeworfen, „Gerichtsverfahren als Instrumente“ zu nutzen, um Konkurrenten auszuschalten und Regulierungsbehörden in die Irre zu führen
Der CEO von Ava Labs, Emin Gün Sirer, hat heute auf die schwerwiegenden Anschuldigungen reagiert, die gegen ihn und sein Unternehmen erhoben wurden. In der vergangenen Woche hatte CryptoLeaks einen Artikel veröffentlicht, der behauptet, es gebe einen geheimen Pakt zwischen Ava Labs und der US-Anwaltskanzlei Roche Freedman.
Laut CryptoLeaks hat Ava Labs das amerikanische Rechtssystem „im Mafia-Stil“ benutzt, um „Krypto-Organisationen anzugreifen und zu schädigen“. Am 26. August veröffentlichte CryptoLeaks eine Reihe von Videos unbekannter Herkunft, die den US-Anwalt Kyle Roche von Roche Freedman LLP zeigen sollen, wie er seine Partnerschaft mit dem CEO und COO von Aval Labs, Emin Gün Sirer und Kevin Sekniqi, erklärt. Im einzelnen behauptet CryptoLeaks:
„Vor einigen Jahren schlossen das Blockchain-Unternehmen Ava Labs und die amerikanische Anwaltskanzlei Roche Freedman einen Pakt. Der sah vor, dass Ava Labs Roche Freedman eine große Menge an Ava Labs-Aktien und die Kryptowährung Avalanche (AVAX) im Wert von Hunderten Millionen Dollar überlässt, wenn Roche Freedman im Gegenzug zustimmt, einen verborgenen Zweck zu verfolgen.“
Weiter behauptet CryptoLeaks, Ava Labs setze Gerichtsverfahren als Instrumente ein, um seine Konkurrenten zu schädigen. Das Unternehmen würde so auch die Regulierungsbehörden wie die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und die Security Exchange Commission (SEC) in die Irre führen. Am 28. August, reagierte der CEO von Ava Labs, Emin Gün Sirer, auf die Anschuldigungen:
„Wie könnte jemand etwas so Lächerliches wie den verschwörungstheoretischen Unsinn auf Cryptoleaks glauben? Wir würden uns niemals auf das ungesetzliche, unethische und Verhalten einlassen, das in diesen Propaganda-Videos und Hetz-Artikeln behauptet wird. Unsere Technik und unser Team sprechen für sich selbst.“
Angebliche Beweisvideos
CryptoLeaks behauptet, zeigen die Videos zeigten die sehr enge Beziehung zwischen Anwalt Roche und dem Ava-Labs-Chef. Die angebliche Verschwörung beiden soll auf August 2019 zurückgehen, als die beiden in demselben einem Co-Working Space arbeiteten. Roche sagte:
„Gün … wir haben einen Deal gemacht, bei dem ich zugestimmt habe, juristische Dienstleistungen im Austausch für einen bestimmten Prozentsatz der Token-Lieferung zu erbringen.“
In einem anderen Video sagt Roche angeblich, man wolle [Rechtsstreitigkeiten] als strategisches Instrument zur Unterstützung von Ava Labs nutzen. In dem Video fügt Roche außerdem hinzu:
„Ich habe die Hälfte der Unternehmen in diesem Bereich verklagt, ich weiß, wohin sich dieser Markt entwickelt, ich glaube, [ich bin]einer der zehn besten [Krypto-Experten] der Welt… Ich habe jedes einzelne Krypto-Unternehmen von innen gesehen.“
Er stelle sicher, „dass die SEC und die CFTC andere Magneten [Avalanche-Konkurrenten] haben, die sie verfolgen können“, und fügt hinzu, dass „Rechtsstreitigkeiten ein Mittel im Wettbewerb sein können“.
Die Entwicklungen wurden von anderen Branchenakteuren kommentiert. Brad Garlinghouse etwa, CEO von Ripple, sagte:
„Ich kann die Stichhaltigkeit der vielen Anschuldigungen hier nicht kommentieren, aber ich kann eindeutig sagen, dass ich Kyle Roche nie getroffen oder mit ihm gesprochen habe.“

