- Die Nasdaq räumt dem im September bei der SEC beantragten Vorhaben, den Handel mit „Aktien-Token“ zuzulassen, höchste Priorität ein.
- Die Börse verwies auf die vollständige Fungibilität mit traditionellen Aktien, so dass die Aktionärsrechte auch für die entsprechenden Token gelten würden.
Zwei Monate, nachdem die Nasdaq bei der SEC den Antrag auf Erlaubnis des Handels mit „Aktien-Token“ eingereicht hatte, erklärte Matt Savarese, bei der Nasdaq zuständig für Digital-Assets, tokenisierte Aktien hätten jetzt für das Unternehmen höchste Priorität.
Nasdaq will in Handel mit Aktien-Token einsteigen
In einem CNBC-Interview sagte Savarese, dass die Nasdaq so schnell wie möglich mit der SEC zu einem Ergebnis kommen wolle, das die Entscheidung über eine Regeländerung ermöglichen würde, die diese Art Handel erlaubt.
Savarese erklärte:
„Wir schaffen kein neues exotisches Instrument. Die Aktie ist die Aktie. Die Regeln bestehen seit Jahrzehnten, und wir wollen den gesamten Prozess nicht einfach komplett aushebeln und umkrempeln.“
Er fügte hinzu, dass die Anleger weiterhin alle Rechte und Ansprüche als Aktionäre behalten würden. Dem Vorhaben zufolge wären die tokenisierten Aktien vollständig mit ihrer herkömmlichen Form fungibel, so dass Clearingunternehmen und die Depository Trust Company (DTC) tokenisierte Aufträge neben herkömmlichen Aktien mit denselben Tickersymbolen und CUSIP-Kennungen bearbeiten können.
Savarese lobte die Nasdaq als den „ursprünglichen Innovator“ bei der Entwicklung der Marktinfrastruktur. Er verglich die Tokenisierung mit der früheren Umstellung der Börse von einem papierbasierten auf ein elektronisches Handelssystem:
„Es ist evolutionär. Es ist nicht wirklich revolutionär.“
Weiter wies er darauf hin, dass das System schrittweise weiterentwickelt werde, während die Interessen der Anleger im Vordergrund stünden.
Ein Zeitplan für die Zulassung wurde nicht genannt. Savarese ist jedoch zuversichtlich, dass die SEC bereit ist, ihre Zustimmung zu geben.

