- Öffentlich einsehbare SEC-Dokumente zeigen, dass zwei Abu Dhabi Staatsfonds über eine Milliarde Dollar in BlackRocks IBIT angelegt haben.
- Bemerkenswert ist, dass außer Abu Dhabi kein anderer Staat erkennbar Anteile daran hält.
Den Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC zufolge hält der Abu Dhabi Fonds Mubadala Investment jetzt über 12,7 Millionen Anteile des BlackRock iShares Bitcoin Trust IBIT, was einem Marktwert von rund 630 Millionen Dollar entspricht. Al Warda Investments kommt auf mehr als 8,2 Millionen Anteile im Wert von etwa 408 Millionen Dollar.
Beide Fonds haben ihre Positionen im Vergleich zum Vorquartal erhöht, wobei Mubadala besonders deutlich aufgestockt hat. Die Investitionen erfolgen in einer Phase, in der der Bitcoin-Kurs zeitweise mehr als 30 Prozent nachgab. Das deutet auf eine antizyklische, langfristig orientierte Strategie hin.
Die VAE-Strategie
Die Vereinigten Arabischen Emirate verfolgen seit Jahren das Ziel, ihre Wirtschaft breiter aufzustellen und sich weniger abhängig von Öleinnahmen zu machen. Investitionen in Technologie‑ und Finanz-Innovationen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Bitcoin‑ETFs bieten institutionellen Anlegern eine Teilhabe an der Bitcoin-Kursentwicklung ohne selbst als Verwahrer aufzutreten.
Für Staatsfonds wie Mubadala Investment, die strengen Compliance‑Regeln unterliegen, ist ein Produkt wie IBIT daher wegen seiner durch die US-Regulierung garantierten Rechtssicherheit ein attraktiver Zugang zu Bitcoin.
Zugleich präsentieren sich die VAE als krypto-freundlicher Finanzstandort.

Signalwirkung für andere globale Institutionen
Mit über 51 Milliarden Dollar TVL ist der Blackrock-IBIT der größte Bitcoin‑ETF der Welt. Dass auch ein souveräner Staat zu den Anlegern gehört, könnte eine Signalwirkung für andere institutionelle Anleger haben.
Das Abu‑Dhabi‑Engagement zeigt, dass Bitcoin zunehmend als Bestandteil strategischer Portfolios betrachtet wird, als Anlageklasse, die in regulierten Strukturen institutionelle Akzeptanz findet.

