- Mit Bitstamp hat die erste größere Börse den Handel von XRP für US-Kunden gestoppt.
- Sarson Funds wird XRP aus all seinen Investmentprodukten streichen.
Eine der größten Kryptowährungsbörsen in Europa, Bitstamp, hat gestern auf die Klage der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) gegen Ripple Labs reagiert. Der Handel und die Einzahlung von XRP werden für alle US-Kunden zum 08. Januar angehalten. Im Rahmen einer Pressemitteilung informierte Bitstamp:
In Anbetracht des jüngsten SEC-Antrags gegen Ripple Labs Inc., in dem behauptet wird, dass XRP ein Wertpapier ist, werden wir am 8. Januar 2021 um 21:00 Uhr UTC den gesamten Handel und alle Einzahlungen von XRP für unsere US-Kunden einstellen. Wir werden die sich entwickelnde Situation genau verfolgen und uns entsprechend anpassen.
Wie die in Luxemburg ansässige Börse auch mitteilte, werden US-Kunden aber weiterhin in der Lage sein, XRP bei Bitstamp abzuheben. Kunden aus anderen Ländern sind nicht betroffen.
Nachdem bisher drei eher kleinere Kryptowährungsbörsen mit CrossTower, Beaxy und OSL auf die Entscheidung reagiert haben, ist Bitstamp nun die erste namhafte Börse. Laut Coinmarketcap ist Bitstamp aktuell die siebtgrößte Spot-Börse weltweit. Das Handelspaar XRP/USD Paar generierte gestern ein Handelsvolumen von 120 Millionen USD in 24 Stunden.
Sarson Funds streicht XRP aus seinen Produkten
Aber nicht nur Kryptowährungsbörsen, sondern auch Investmentfonds reagieren derzeit auf die SEC-Klage gegen Ripple Labs. Vor zwei Tagen kündigten mit Galaxy Digital, Jump Trading und Bitwise drei renommierte Krypto-Investmentunternehmen die Aussetzung bzw. den Stopp des Handels von XRP an. Mit Sarson Funds folgt nun ein weiterer Investmentfonds.
Das Unternehmen mit Sitz in Indianapolis, USA, erklärte, dass es XRP aus all seinen Produkten, dem Large Coin, Small Coin, Crypto & Income und SmartCrypto Fond entfernen wird.
Wir liquidieren alle XRP-Positionen, da die jüngsten Maßnahmen der SEC XRP aus unserem Anlageprofil disqualifiziert haben. […] Wir treffen diese Entscheidung zum Wohle unserer Kunden […].
Wie CNF berichtete, reichte die SEC am Dienstag eine Klage gegen Ripple Labs und seine beiden Führungskräfte, CEO Brad Garlinghouse und Mitbegründer Chris Larsen ein, und beschuldigt sie mehr als 1,3 Milliarden Dollar über einen laufenden, nicht registrierten Wertpapier Verkauf aufgebracht haben.
Infolge der Klage könnten Kryptowährungsbörsen weltweit gezwungen sein den Handel mit XRP einzustellen. Andernfalls könnten diejenigen, die den Token auf ihren Plattformen gelistet halten, Gefahr laufen, ebenfalls verklagt zu werden, wenn die SEC den Fall gewinnt und das Gericht XRP als nicht registriertes Wertpapier einstuft.

