- Die SEC hat Berufung gegen das Urteil zum Nachteil der Behörde eingelegt.
- Die Behörde sieht das Urteil als unzureichend an wegen Verstößen gegen das Wertpapierrecht, die nicht angemessen gewürdigt worden seien.
Der Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC, der Ende 2020 begann, erreichte im Juli 2023 seinen bisherigen Höhepunkt.
Damals entschied das Gericht, dass die institutionellen Verkäufe von XRP durch Ripple als nicht registrierte Wertpapierverkäufe zu betrachten sind, war aber ansonsten zu der Auffassung gelangt, dass Verkäufe an Privatkunden nicht als Wertpapierverkäufe zu betrachten sind.
Gegen dieses Urteil hat die SEC letzte Woche Berufung eingelegt.
Ripple geht mit neuem Anwaltsteam in das Berufungsverfahren
Man will die Anschuldigungen der SEC anfechten, die behauptet, dass der XRP-Token von Ripple als nicht registriertes Wertpapier verkauft wurde. Parallel dazu hat die SEC beim Second Circuit Court eine Frist bis zum 15. Januar 2025 für ihren ersten Schriftsatz im Verfahren beantragt. Das deutet darauf hin, dass die SEC sich darauf vorbereitet, ihre Zwangsmaßnahmen gegen Ripple fortsetzen zu wollen.
John Deaton, ein Anwalt, der XRP-Inhaber vertritt, ist als Beobachter im Verfahren zugelassen, unterliegt aber Einschränkungen der formellen Vertretung im Berufungsverfahren.
Außerdem hat die Anwaltskanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison offiziell das Mandat für Chris Larsen niedergelegt. Er wird nun von demselben Anwaltsteam verteidigt, das zuvor CEO Garlinghouse vertreten hatte. Zu diesem neuen Team gehören auch Anwälte von Cleary Gottlieb. Das Anwaltsteam hatte zuvor einen bedeutenden Sieg errungen, indem es die Abweisung aller Ansprüche gegen den Ripple-CEO Brad Garlinghouse in der ersten Prozessinstanz erwirkte.
In der Berufung geht es auch darum, wie die Behörde einen Anlagevertrag definiert. Das Unternehmen argumentiert, dass ein solcher nur dann vorliege, wenn es einen formellen Vertrag mit Verpflichtungen des Verkäufers nach dem Verkauf gebe, plus Gewinnet, die von den Bemühungen des Verkäufers abhängen.
Als Reaktion auf diese rechtlichen Entwicklungen stieg der Preis von XRP innerhalb von 24 Stunden um 1 % und notierte bei etwa 0,5255 US-Dollar. Darüber hinaus gab es einen bemerkenswerten Anstieg des XRP-Handelsvolumens um 61 % seit gestern, das bei 972 Mio. $ lag, was auf ein erhöhtes Interesse und Aktivität unter den Händlern schließen lässt.

