- Dank einem neuen Vorschlag des yEarn Entwickler könnten bald Kleinanleger am Staking von ETH 2.0 teilnehmen, ohne dabei 32 ETH einzahlen zu müssen.
- Der Vorschlag sieht vor, dass ein Sekundärmarkt für das Ethereum-Upgrade eingeführt wird.
Wie Crypto News Flash bereits berichtete, wurde der Deposit Contract für den Start von Ethereum 2.0 am 04. November offiziell lanciert. Das nächste Ziel besteht nun darin, dass bis zum 01. Dezember insgesamt 524.288 ETH oder knapp 200 Millionen USD durch 16.384 Einzahlungen (zu je 32 ETH) eingezahlt werden, um die Beacon Chain zu aktivieren.
Laut dem Launchpad wurden bereits 50.497 ETH eingezahlt, sodass die Community optimistisch ist das Startdatum halten zu können. Für Privatpersonen und Kleinanleger stellen jedoch die 32 ETH eine große Hürde dar, um am Staking teilnehmen zu können. Aus diesem Grund hat ein Entwickeler aus der yEarn Finance Community einen Vorschlag unterbreitet, ein ETH-2.0-Validator Vault einzurichten.
Dieses Konstrukt ähnelt einem Mining-Pool, welches in einem PoW-Netzwerk betrieben wird und bei dem die Hash Rate zusammengelegt werden, nur fürs Staking. Dadurch sollen Kleinanleger einen kleineren Betrag als 32 ETH einzahlen und dennoch am Staking teilnehmen können. Jeder Teilnehmer würde für seine Einzahlung sogenannte LP-Token (Liquidity Provider Token) erhalten.
Wenn ein Teilnehmer 1,5 ETH einzahlt, würde er im Gegenzug 1,5 yBETH, den Ethereum-Pool-Token von yEarn, erhalten. Dadurch könnten zusätzliche Incentives und ein Sekundärmarkt für Ethereum 2.0 geschaffen werden. Der Vorschlag führt weiter aus, dass dadurch mehr Liquidität bereitgestellt werden kann. Außerdem kann so eine Kreditvergabe auf anderen DeFi-Plattformen stattfinden oder der Handel auf anderen Börsen.
Derzeit befindet sich der Vorschlag in der Diskussion und ein endgültiges Ergebnis wird in drei Tagen erwartet, nachdem die Gemeinschaft darüber abgestimmt haben. Insgesamt müssen 20 % der YFI Inhaber zustimmen, damit der Code akzeptiert wird. Die Community zeigt sich indes erfreut über diesen Vorschlag, jedoch gibt es auch kritische Stimmen. Community Mitglied „aliatiia“ führt aus, dass der Vorschlag nicht sicher umgesetzt werden kann, da jemand die Kontrolle über die privaten Schlüssel aller Teilnehmer haben müsste:
Dies ist nicht auf vertrauenswürdige Weise möglich. Welcher Software-Prozess auch immer als Validator im Namen des Vaults läuft, muss die Kontrolle über die privaten Schlüssel haben, die die Bescheinigungen unterschreiben. Technisch gesehen könnten wir sie durch das Multisig kontrollieren lassen.
Ein weiteres Mitglied äußert ebenfalls Bedenken und würde die Kontroller über seine privaten Schlüssel nicht an Dritte weitergeben. Dennoch findet er die grundsätzliche Idee interessant und wartet auf die weitere Diskussion im Forum.
ETH 2.0 könnte Preis von Ethereum antreiben
Experten der Branche sehen im Start von Eth 2.0 einen Katalysator für den ETH Preis. Trader Josh Rager führte sogar aus, dass Ethereum bis auf 800 USD bis zum Jahresende steigen könnte. Des Weiteren sind die Fundamentaldaten von ETH derzeit stark positiv. Die Hash Rate konnte gestern ein neues Allzeithoch von 259 T/Hashes pro Sekunde erreichen.
Darüber hinaus ist die Zahl der aktiven Adressen pro Tag, welche mit dem Netzwerk interagieren, auf dem Weg ein neues Allzeithoch zu erreichen. Daher prognostiziert auch das Datenanalyseunternehmen Santiment, dass ein weiterer Preisanstieg in den nächsten Tagen und Wochen folgen könnte.

