- Der Mitgründer von Ethereum, Vitalik Buterin, wies auf das Risiko hin, dass der DeFi-Sektor für Ethereum mit sich bringt.
- Buterin will die Achtsamkeit der Nutzer schärfen und warnt vor Projekten des DeFi-Sektors welche exorbitant hohe Gewinne versprechen.
Ethereum-Mitschöpfer Vitalik Buterin sprach über den DeFi-Sektor und seine größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Buterin setzte eine Reihe von Tweets ab, in denen er die Vorteile anerkennt, die DeFi für Ethereum und seine Benutzer bringt. Er wies jedoch auch auf die großen Gefahren hin.
Im Jahr 2020 war Ethereum eine der am meisten geschätzten Kryptowährungen, was auf zwei Hauptfaktoren zurückzuführen ist: die Erwartung des Starts der Phase 0 von Ethereum 2.0 und das Wachstum des DeFi-Sektors. Von Dune Analytics gesammelte Daten zeigen dieses Wachstum auf und verdeutlichen, dass die Zahl der aktiven Benutzer im DeFi-Sektor seit Dezember 2019 um 100 % auf fast 200.000 Benutzer gestiegen ist.
Die Risiken des DeFi-Sektors für Ethereum Nutzer
Der DeFi-Sektor hat aufgrund der unzähligen Möglichkeiten, die den Anwendern bei der Verwendung der DeFi-Protokolle zur Verfügung stehen, an Popularität gewonnen. Die Protokolle erfüllen die Funktionen einer Bank, ohne jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen zu müssen, wie z.B. die Offenlegung der Identität des Benutzers oder die Genehmigung einer Bank, einen Kredit zu erhalten. Der große Reiz von DeFi besteht darin, dass die Protokolle theoretisch den Prinzipien von Bitcoin folgen: Sie sind dezentralisiert und permissionless. Einige Analysten prophezeien, dass sich das Wachstum dieses Sektors positiv auf den Preis von Ethereum auswirken wird.
Trotzdem ist der DeFi-Sektor wegen seines hohen Zentralisierungsgrades kritisiert worden. Die Protokolle wahren die Privatsphäre und ermöglichen zahlreichen Nutzern den Zugang zu Finanzdienstleistungen, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Dennoch stellen DeFi-Protokolle für Kredite oder Protokolle, die in kurzer Zeit exorbitante Gewinne versprechen, ein Risiko für den Nutzer dar. Buterin sieht darin eine der größten Herausforderungen für das Ökosystem:
Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir auffällige Defi-Dinge hervorheben solten, die zu hohe Zinssätze viel zu sehr in Frage stellen. Zinssätze, die deutlich höher sind als das, was man in der traditionellen Finanzierung bekommen kann, sind von Natur aus entweder temporäre Arbitragemöglichkeiten oder sie sind mit unausgesprochenen Risiken verbunden.
Buterin führt weiter aus, dass neue Investoren frisches Kapital in den Markt gebracht haben. Buterin betonte jedoch, dass Ethereum nicht von neuem Kapital dieses Sektors abhängig ist. Buterin wies die Community im Umgang mit einigen DeFi-Protokollen auf die großen Risiken hin, die bei dessen Nutzung entstehen. Buterin führt dazu aus (frei übersetzt):
Bei der dezentralen Finanzierung sollte es nicht darum gehen, die Rendite zu optimieren. Vielmehr sollten wir einige wichtige Kernbausteine festigen und verbessern: synthetic Tokens für Fiat und einige andere wichtige Vermögenswerte (auch Stablecoins genannt), Orakel (für Prognosemärkte usw.), DEXes, Datenschutz.

