- In einem Status-Update hat IOTA Mitbegründer Serguei Popov darüber berichtet, dass die Coordicide Spezifikationen kurz vor der Übergabe an die Entwicklungsabteilung stehen.
- Neben Mana und dem dRNG lag ein Schwerpunkt zuletzt auf der Ermöglichung der Integration des Fast Probabilistic Consensus (FPC) mit Werttransaktionen, wobei durch Hans Moog die erste erfolgreiche Transaktion abgeschlossen wurde.
In ihrem monatlichen Update zum Forschungsstand hat die IOTA Foundation über Ihren Fortschritt berichtet und hatte diesen Monat große Nachrichten zu verkünden. Wie Serguei Popov in dem Update konstatiert, haben die großen Fortschritte der letzten Monate dazu geführt, dass die Coordicide Spezifikationen kurz vor der Übergabe an die Entwicklungsabteilung stehen:
Der vergangene Monat war für uns unglaublich produktiv, da wir die letzten paar Details für die Coordicide Spezifikationen festlegen konnten. Die Übergabe der Coordicide Spezifikationen an die Entwicklung wird ein wichtiger Meilenstein für unser Team sein.
Konkret hat Popov’s Team weitere Fortschritte im Bereich der GoShimmer Implementierung erreicht. Die erste Coordicide-Node-Software „GoShimmer“ soll den Konsensalgorithmus und einige der anderen Coordicide Module testen. Entsprechend dem Status-Update lag der Fokus im vergangenen Monat auf der Integration des Fast Probabilistic Consensus (FPC) mit Werttransaktionen. Hierzu berichtete auch Hans Moog, Software-Entwickler von der IOTA Stiftung, gestern, dass er den ersten GoShimmer Werttransfer erfolgreich abschließen konnte.
https://twitter.com/cryptot3c/status/1260827412532801536
Wie Popov weiter beschreibt, wurden großen Anstrengungen unternommen, um den Code stabiler und sauberer zu gestalten. Zudem wurde das Konzept der Synchronisation eingeführt, wodurch Nodes bei Eintritt in das Netzwerk den Synchronisationsstatus prüfen können. Außerdem wurde ein brandneuer Tangle-Visualisierer dem Dashboard von GoShimmer hinzugefügt.
Im Bereich des FPC wurde ein Forschungspapier über eine optimierte Version eingereicht, die auf eine Umgebung zugeschnitten ist, in der die Stimmkraft proportional zum Mana eines Knotens ist. Auch wurden weitere neue Spezifikationen fertiggestellt, wie z.B. für das Peer Discovery und die Neusynchronisation. Verbesserungen wurden ebenso im Bereich des Networking gemacht, wo eine Leistungsoptimierung des Staukontrollalgorithmus im Fokus stand:
Der vorgeschlagene Scheduler basiert auf dem Defizit-Round-Robin, der leichtgewichtig ist und es dem Protokoll erlaubt, minimale Verzögerung, maximale Auslastung und gewichtete Fairness (d.h. Durchsatz proportional zu Mana) zu erreichen.
Was die Angriffsanalyse betrifft, so haben wir verifiziert, dass ein bösartiger Knoten, der versucht, seinen zulässigen Durchsatz zu überschreiten, eine Verzögerung für seine eigenen Transaktionen verursacht, während ehrliche Transaktionen davon nicht betroffen sind. Infolgedessen kann böswilliges Verhalten erkannt und bestraft werden.
Der zuletzt noch in der Forschung befindliche Zufallsalgorithmus „dRNG“ hat eine erste Version erhalten, wobei der Schwerpunkt gegenwärtig auf der Zusammenarbeit mit den Entwicklern liegt, die weitere Optimierungen einbringen. Die Ergebnisse sollen in Form eines wissenschaftlichen Artikels veröffentlicht werden. Zu der Lösung konstatiert Popov:
Unsere Lösungen umfassen die Auswahl von Komitees aus Knoten mit hohem Mana-Anteil (unter Verwendung eines speziellen „Antrags“-Verfahrens). Der Ausschuss verwendet dann ein auf einer Schwellenwertsignatur basierendes Schema, um Zufallszahlen zu erzeugen.
Ferner stieß Popov’s Team auf Probleme bei der Integration von Mana in das Autopeering in Bezug auf Mana-arme Nodes. Jedoch wurde hierfür eine Lösung gefunden, die nun in die Spezifikationen aufgenommen wird. Auf Protokoll-Ebene ist für diesen Monat eine Simulation geplant, um mögliche Engpässe bei der Nachrichtenverarbeitung durch Nodes zu testen und die Leistung in verschiedenen Situationen zu messen.
Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, arbeitet die IOTA Stiftung auch an dem Rebranding der neuen Coordicide Komponenten. Hierzu ergänzte Popov:
Einige Folgegespräche zu diesem Thema waren sehr produktiv, und ein neues Benennungsschema wurde fertiggestellt. Ein Blog-Beitrag dazu ist in Vorbereitung, und wir freuen uns darauf, nach Coordicide eine neue, standardisierte Sprache für alle Aspekte von IOTA zu haben.
Das vollständige Update zum Forschungsstand findest du unter diesem Link.

