- Der Richter Bruce Reinhart stellt die Echtheit der von Craig Wright eingereichten Dokumente zum Tulip Trust infrage.
- Craig Wright konnte eine Liste über seine Bitcoin Guthaben erneut nicht erstellen, da die Informationen im sogenannten Tulip Trust abgelegt seien.
- Bis zum 12. März 2020 hat der Richter Wright Zeit eingeräumt, um die notwendigen Dokumente zu beschaffen.
Der im Fall Craig Wright gegen die Erben von Dave Kleiman zuständige Richter Bruce Reinhart hat im nach wie vor andauernden Rechtsstreit die Echtheit der von Wright vorgelegten Dokumente angezweifelt. Weiterhin konstatiert Reinhart, dass Wright das Gericht in der letzten Zeit oft belogen und damit einen Meineid geleistet hat. Er beschuldigt Wright zwar nicht der direkten Lüge, jedoch haben die Worte von Wright für ihn „kein Gewicht“ (frei übersetzt):
Ich gebe eidesstattlichen Erklärungen von Dr. Wright, die seine Interessen fördern, die aber nicht durch ein Kreuzverhör in Frage gestellt wurden und für die ich keine Glaubwürdigkeitsentscheidung treffen kann, kein Gewicht. Ich habe zuvor festgestellt, dass Dr. Wright in meiner Gegenwart einen Meineid geleistet hat.
Im Tulip Trust sind angeblich Informationen enthalten, die aufzeigen, wie viel Bitcoin Wright besitzt und wo diese Bitcoin aufbewahrt sind. Den Zugang zum Tulip Trust sollte Wright durch einen Kurier erhalten, jedoch ist dieser nie eingetroffen. Seine Frau Ramona Watts ist als Treuhänderin des Tulip Trust eingetragen, jedoch stützt sich Wright auf das Ehegattenprivileg, um keine weiteren Informationen preisgeben zu müssen.
Weiterhin ist der verwaltende Anwalt des Tulip Trust, Denis Mayaka, laut Aussage von Wright durch das Anwaltsgeheimnis geschützt. Denis Mayaka ist ein Anwalt aus Kenia, der seinen Bachlor of Law 2007 an der Universität in Kenia absolviert hat und eine eidesstattliche Erklärung vorgelegt hat, die beweisen soll, dass er den Tulip Trust verwaltet (frei übersetzt):
Ich bin Rechtsanwalt und habe meinen Bachelor of Law 2007 an der Moi Universität in Kenia erworben… Ich vertrete Dr. Craig Steven Wright seit 2012 unter anderem in Investitionsfragen. Insbesondere vertrete ich Dr. Wright und Wright International Investments Ltd. im Zusammenhang mit den Tulip Trust Dokumenten, einschließlich des Tulip Trust vom 7. Juli 2017.
Jedoch stellte der Richter fest, dass er an der Echtheit der eidesstattlichen Erklärung zweifelt und es deswegen aus seiner Sicht keine Rolle für Mayaka in diesem Fall gibt. Er wird nicht als verwaltender Anwalt des Tulip Trust vor Gericht anerkannt. Reinhart führt dazu aus (frei übersetzt):
Erstens, als Finder von Tatsachen missachte ich die Mayaka Erklärung, weil sie nicht ausreichend beglaubigt wurde. Insbesondere angesichts meiner früheren Feststellung, dass Dr. Wright in diesem Rechtsstreit gefälschte Dokumente erstellt hat, lehne ich es ab, mich auf diese Art von Dokument zu verlassen, das leicht von jedem mit Textverarbeitungssoftware und einem Stift hätte erstellt werden können.
Aufgrund dieser Stellungnahme durch Reinhardt ist Wright nun gezwungen die Dokumente und Informationen zum Tulip Trust, sowohl mit dem Richter als auch den Anwälten von Ira Kleiman zu teilen, um die Besitzansprüche der vermeintlich mehr als einer Million hinterlegten Bitcoin, aufzuklären. Wright hat bis 12. März 2020 Zeit, um die Dokumente dem Gericht vorzulegen.
Der Tulip Trust wurde angeblich von Craig Wright und Ira Kleiman, dem verstorbenen Bruder von David Kleiman, eingerichtet, um die Aufbewahrung von mehr als einer Million Bitcoin sicherzustellen. Direkt nach der Gründung von Bitcoin und der Veröffentlichung des Whitepapers durch Satoshi Nakamoto, wofür sich Craig Wright seit mehreren Monaten ausgibt, soll der Tulip Trust gegründet worden sein. Der Fall bleibt weiterhin kontrovers. Ein Ende ist nach wie vor nicht abzusehen.
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