- Coinbase widerlegt die IWF-Aussage, digitale Währungen seien ein erhebliches Risiko für die Zukunft des Geldes.
- Der IWF ist überzeugt, digitale Währungen seien zu unsicher, um als gesetzliches Zahlungsmittel dienen zu können.
Coinbase hat sich zu den jüngsten Aussagen des Internationalen Währungsfonds über digitale Währungen geäußert. Der IWF hatte kürzlich vor digitalen Währungen gewarnt. Coinbase ist jedoch überzeugt, dass Kryptowährungen der Weg in die Zukunft sind.
In einem aktuellen Tweet bezeichnet Coinbase Geld als ein Wert-Tauschmittel, das sich ständig weiterentwickelt. Als solches seien digitale Währungen die am weitesten entwickelte Form dieses Tauschmittels. Coinbase twitterte.
„Geld ist immer im Wandel. Wenn Sie diesen Monat in Washington DC sind, sollten Sie bei der Capitol South Station vorbeischauen, um zu sehen, wo Geld in der Vergangenheit war und wohin es in Zukunft gehen wird.“
In einem Blogpost führt der IWF dagegen das Scheitern der Kryptobörse FTX und den Untergang von Terra Luna als Indizien dafür an, dass neue Maßnahmen zum Schutz der Anlegergelder und zur Vermeidung von Investitionsverlusten notwendig sind.
Darüber hinaus hebt der IWF die zunehmende Dominanz von Stablecoins hervor. Er erklärte, dass diese Formen digitaler Währungen ein großes Risiko für Fiat-Währungen darstellen. Der IWF ist der Ansicht, dass sie das Potenzial haben, bestehende Fiat-Währungen auf globaler Ebene zu ersetzen.
IWF: Digital-Währungen sollten keinesfalls gesetzlich eingeführt werden
In seinen Empfehlungen verweist der IWF auf die Notwendigkeit von Transparenz und Konsistenz sowie kohärenter geldpolitischer Rahmenbedingungen als wirksame Antwort auf die Risiken, die von digitalen Währungen ausgehen.
Der IWF wiederholt konsequent: Digitale Währungen sollten keine gesetzlichen Zahlungsmittel sein. Begründung:
„Um die nationale Souveränität zu schützen, ist es wichtig, Kryptowährungen nicht den Status einer offiziellen Währung oder eines gesetzlichen Zahlungsmittels zu geben. Das würde bedeuten, dass sie in vielen Jurisdiktionen für Steuerzahlungen, Bußgelder und die Begleichung von Schulden akzeptiert werden müssten, was fiskalische Risiken für die Staatsfinanzen mit sich bringen und die Finanzstabilität gefährden könnte.“
Der IWF hatte schon in der Vergangenheit genau dieses Argument benutzt, um El Salvador davon abzubringen, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen. Obwohl das Land ihn trotzdem als zweite nationale Währung einführte, hat sich an der grundsätzlichen Haltung des IWF nichts geändert.
In Bezug auf die Marktvolatilität ist der IWF davon überzeugt, dass eine Steuerung der Zuflüsse notwendig ist, um die mit Kryptowährungen verbundene Volatilität in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus fordert der IWF, dass die Regulierungsbehörden ihre Bemühungen zur Einhaltung der Vorschriften verstärken, indem sie eine eindeutigere Steuerpolitik durchsetzen.

