- On-Chain-Indikatoren deuten laut CryptoQuant auf eine neue bullische Phase bei Bitcoin hin, da Wale stark akkumulieren und der Markt strukturell ist als in früheren Zyklen.
- Zusätzlichen Rückenwind liefern US-Spot-Bitcoin-ETFs, die ihre erste Fünf-Tage-Serie mit Nettozuflüssen im Jahr 2026 verzeichnet haben.
Mehrere On-Chain-Signale und eine auffällige Serie an ETF-Zuflüssen zeigen das derzeit bullische Momentum bei Bitcoin und verdichten damit die Hinweise auf eine neue Aufwärtsphase. Ein viel beachteter Beitrag des CryptoQuant-Analysten CW8900 verweist auf die sogenannte Exchange-Whale-Ratio, die aktuell den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht hat.
Seine Kernaussage ist klar bullisch: „Wale kaufen zu niedrigen Preisen und verkaufen zu hohen. Kleinanleger hingegen kaufen häufig hoch und verkaufen tief“, schrieb er. Steigt die Whale-Ratio an Börsen, markiert das „einen kurzfristigen Boden“, und wenn die Kennzahl ihren Höhepunkt erreicht, beginnt ein Aufwärtstrend. CW8900 schlussfolgert:
„Die aktuelle Exchange-Whale-Ratio ist auf dem höchsten Stand seit sechs Jahren. Gleichzeitig ist der Anteil der Kleinanleger auf dem niedrigsten Niveau der vergangenen sechs Jahre, und Wale akkumulieren sehr stark. On-Chain-Indikatoren signalisieren den Beginn eines Aufwärtstrends, und auch die Exchange-Whale-Ratio deutet darauf hin, dass das aktuelle Niveau den Boden markiert.“

Unterstützt wird das Bild durch eine Analyse von CryptoQuant-Analyst Darkfost, die auf die laufende Verschiebung zwischen Long-Term Holders und Short-Term Holders blickt. Ihm zufolge verlief dieser Zyklus deutlich anders als frühere Zyklen:
„Zunächst ist wichtig festzuhalten, dass der Großteil des Angebots weiterhin von Long-Term Holders gehalten wird. Heute repräsentieren sie ungefähr 79 % des gesamten Angebots.“
Gerade dieser Punkt ist für die Zyklusdebatte zentral. In früheren Marktphasen fiel der von LTH gehaltene Anteil deutlich schneller, wenn sich Bitcoin dem Zyklusende näherte. Darkfost verweist hier auf 2021: Damals sank der LTH-Anteil innerhalb von etwas mehr als sechs Monaten von 82 % auf 70 %. Dies sei „weitgehend auf unzureichende Liquidität seitens der Short-Term Holders zurückzuführen gewesen, die den Verkaufsdruck nicht ausreichend absorbieren konnten“.
Im laufenden Zyklus habe sich dieser Übergang dagegen in Wellen vollzogen. Der Analyst schreibt:
„Während des aktuellen Zyklus fand dieser Transfer in Wellen statt. In jeder Phase traten Short-Term Holders auf, nahmen das Angebot auf und wurden mit der Zeit selbst zu Long-Term Holders. Wir haben in diesem Zyklus sechs Wellen dieses Typs beobachtet.“

Seine Analyse leitet daraus zwei Beobachtungen ab. Erstens scheint die Liquidität in diesem Zyklus deutlich tiefer zu sein, sodass Long-Term Holders wiederholt Gegenparteien fanden, während Bitcoin weiter performte. Zweitens sei die Spekulation stärker ausgeprägt gewesen, weil ein Teil der Short-Term Holders offenbar schon kurz nach Überschreiten der Sechs-Monats-Marke Gewinne realisierte.
Der Hauptgrund hierfür könnte die wachsende Rolle neuer Marktteilnehmer über ETFs und Treasury-Firmen sein. Zusammengenommen, so Darkfost, veränderten all diese Faktoren die Marktstruktur von Bitcoin.
Dies zeigt auch der derzeitige Rückenwind vom US-Spot-Bitcoin-ETF-Markt. Zum 14. März 2026 verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs laut Daten von SoSoValue ihre erste Serie von fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Nettozuflüssen im laufenden Jahr. In der Woche vom 9. bis 13. März summierten sich diese Zuflüsse auf rund 767,32 Millionen US-Dollar.

Der stärkste Tag der letzten Woche war Dienstag, der 10. März, mit 250,92 Millionen US-Dollar. Auch am Freitag riss die Serie nicht ab: Für den 13. März wurden weitere 180,33 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen gemeldet.
Besonders auffällig war dabei erneut BlackRocks iShares Bitcoin Trust. IBIT stellte am Freitag rund 144 Millionen US-Dollar und damit etwa 80 % der Tagesbewegung, über die gesamte Fünf-Tage-Phase hinweg lagen die Zuflüsse des Fonds bei ungefähr 600 Millionen US-Dollar.

