- Bitcoin hat die Marke von 20 Millionen Coins erreicht, übrig bleibt nur noch rund 1 Million BTC.
- Der Angebotsengpass kommt deutlich früher als 2140: Schon bis 2035 könnten 99 Prozent aller Bitcoin gemint sein.
Das Bitcoin-Netzwerk hat die Marke von 20 Millionen geminten BTC erreicht. Damit sind rechnerisch bereits 95,24 Prozent der maximalen Gesamtmenge von 21 Millionen Bitcoin ausgegeben; übrig bleibt nur noch rund 1 Million BTC. Der Block kam laut Mempool-Daten aus dem US-Mining-Pool Foundry USA.
„Die meisten Menschen sehen, dass noch 1 Million BTC übrig ist, und denken, Bitcoin werde noch ein weiteres Jahrhundert in nennenswertem Tempo gemint. So sieht die Mathematik tatsächlich aus: 99 Prozent aller Bitcoin werden bis 2035 gemint.“
Mit dieser Einordnung traf der X-Account Milk Road einen Punkt, der in der Debatte oft verloren geht: Die Restmenge klingt groß, der tatsächliche Ausgaberhythmus ist es längst nicht mehr.
Der Bitcoin-Angebotsengpass rückt näher
Der Grund ist das fest im Protokoll verankerte Halving. Die Blocksubvention wird alle 210.000 Blöcke, also ungefähr alle vier Jahre, halbiert. Seit dem Halving vom 20. April 2024 liegt sie bei 3,125 BTC pro Block; das entspricht bei rund 144 Blöcken pro Tag nur noch etwa 450 neuen Bitcoin täglich. Das ist bereits eine völlig andere Größenordnung als in früheren Zyklen.
Der nächste Einschnitt wird nach heutigem Schätzwert am 17. April 2028 auf Blockhöhe 1.050.000 erwartet. Dann fällt die Blocksubvention auf 1,5625 BTC, womit die tägliche Neuemission rechnerisch auf etwa 225 BTC sinken wird. Ein weiteres Halving folgt 2032. Auf Basis dieses Ausgabeplans wird die Marke von 99 Prozent der Gesamtmenge knapp drei Jahre nach dem Halving im Jahr 2032 erreicht – also ungefähr 2035. Milk Road erklärte via X:
„Die Zahl von 114 Jahren bis zur vollständigen Ausgabe ist technisch korrekt. Aber sie ist irreführend. Das effektive Angebotsplateau von Bitcoin wird im nächsten Jahrzehnt erreicht.“
Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung des 20-Millionen-Meilensteins: Nicht 2140 ist der ökonomisch relevante Wendepunkt, sondern die Tatsache, dass die zusätzliche Angebotsmenge schon in den kommenden Jahren immer weiter gegen null gedrückt wird.
Die populäre Aussage, der „letzte Bitcoin“ werde im Jahr 2140 gemint, ist als Kurzform brauchbar, technisch aber ungenau. Fidelity weist darauf hin, dass die Emission asymptotisch verläuft: Nach 32 Halbierungen fällt die Subvention durch die kleinste Bitcoin-Einheit, den Satoshi, praktisch auf einen trivialen Rest; die 33. Halbierung drückt sie unter 1 Sat, sodass 21 Millionen Bitcoin nie exakt erreicht werden.

