- Die X-Corporation treibt die Transformation ihres gleichnamigen Social-Media-Services zur All-in-One App weiter voran.
- Kunden sollen künftig direkt aus der App heraus mit Aktien und Kryptowährungen handeln können.
Die neue Funktion basiert auf so genannten Smart Cashtags und soll in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt werden.
X-Produktchef Nikita Bier stellte klar, dass das Unternehmen nicht selbst als Broker auftreten wird. Man will lediglich den Handel initiieren, während dessen praktische Ausführung weiter über externe Partner erfolgen wird.
Smart Cashtags als Einstieg
Die neue Funktion erweitert die bereits bekannten Cashtags $BTC und $TSLA um interaktive Elemente. Die Kunden sehen künftig Echtzeit‑Charts, Kursdaten und Finanzinformationen direkt im Feed. Tippen oder Klicken auf „Kaufen“ oder „Verkaufen“ führt sie unmittelbar zu einem angebundenen Broker oder einer Kryptobörse.

X selbst wickelt keine Orders ab und hält keine Handelslizenzen, sondern fungiert als Schnittstelle zwischen Social Media und Finanzdienstleistern.
Ziel ist die All-in-One Finanz-App
Die Trading‑Initiierung ist ein weiterer Baustein in Elon Musks langfristiger Strategie, X zu einer „All-in-One App“ auszubauen. Parallel arbeitet das Unternehmen an X Money, einem Peer‑to‑Peer‑Zahlungssystem, das bereits in den USA getestet wird.
X kooperiert mit VISA und entwickelt eine eigene Wallet‑Infrastruktur. Die Integration von Finanzdaten, Zahlungen und Handelsfunktionen soll den Service zum Kommunikations-, Medien- und Finanzdienstleister machen.
Warnung vor Spam und Manipulation
Trotz der ambitionierten Pläne äußerte Nikita Bier öffentlich Bedenken hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen. Er warnte vor einer Zunahme von Krypto‑Spam, aggressiven Werbe‑Accounts und koordinierten Pump‑and‑Dump‑Versuchen, die die Kunden schädigen könnten.
Schon heute muss sich X gegen Botnetze und fragwürdige Finanz‑Influencer wehren, die bestimmte Trends ausnutzen, um unerfahrene Anleger zu manipulieren. Produktchef Bier betonte, die Implementierung müsse sorgfältig erfolgen, um Missbrauch zu verhindern und die Qualität des Social-Media Dienstes nicht zu gefährden.
Nach Ankündigung der neuen Funktion des In-App-Trading gab es sofort Gerüchte, die X-Corporation werde selbst zum Broker werden und eine eigene Krypto‑Börse aufbauen.
Bier widersprach dem umgehend und stellte klar, dass das Unternehmen selbst keinen Handel ausführen werde und dass man auch keine Kundengelder verwalten werde. X bleibe ein Vermittler, der den Handel fördere, aber nicht selbst durchführe.
Damit trägt die X-Corporation keinerlei Risiko, was die Regulierung betrifft, während sie gleichzeitig neue Umsatzmodelle über Partnerprogramme und Traffic‑Weiterleitungen erschließen und daran verdienen.

