- Ripple betont, dass XRP und das XRPL im Zentrum der zukünftigen Strategie stehen.
- Laut CEO Garlinghouse hat Ripple die Chance das erste „Billionen-Dollar“-Krypto-Unternehmen zu werden.
Ripple hat beim XRP Community Day eine klare Message rübergebracht: XRP und das XRP Ledger sind nicht nur „Teil“ der Produktstrategie, sondern der Dreh-und Angelpunkt, an dem sich das Unternehmen ausrichtet. Während des fast 9-stündigen Events ließen die Führungskräfte von Ripple, allen voran CEO Brad Garlinghouse und Präsidentin Monica Long einige interessante Aussagen fallen, welche die XRP Community bullish stimmen dürften.
So erklärte Garlinghouse während des Community Day beispielsweise, dass er fest davon ausgeht, dass es bis spätestens mindestens ein Billionen-Dollar-Krypto-Unternehmen geben wird, und natürlich könnte dies Ripple sein. Garlinghouse sagte:
„Es wird ein Billionen-Dollar-Krypto-Unternehmen geben, daran zweifle ich keine Sekunde. Ich glaube, Ripple hat die Chance, dieses Unternehmen zu sein – und vielleicht wird es mehr als eines geben“.
Mit Blick auf regulatorischen Weichenstellungen in den USA, zeigte sich Garlinghouse zuversichtlich, dass es innerhalb der nächsten zwei Monate eine Einigung beim Clarity Act geben wird: Er sieht eine „75-prozentige“ Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act „bis Ende April sehr nahe daran“ sei, unterzeichnet zu werden.
XRP als „Nordstern“ der Strategie
Garlinghouse positionierte Ripple außerdem nicht als „One-Chain“-Wette, sondern als Anbieter in einem „Multi-Chain-Umfeld“. Gleichzeitig betonte er, dass XRP intern oberste Priorität hat:
„XRP ist der Nordstern für Ripple. Es ist unser Zweck. Wenn wir darüber nachdenken, was wir bei Ripple Payments, Ripple Prime, Ripple Treasury, Custody und RLUSD tun – alles ist darauf ausgerichtet, Nutzen, Vertrauen und Liquidität rund um das XRPL zu stärken.“
Als Beleg für das institutionelle Interesse verwies Garlinghouse auf Kapitalflüsse, selbst während eines schwachen Marktumfelds:
„Selbst letzte Woche, als es massive Verwüstungen im Markt gab, gab es positive XRP-ETF-Zuflüsse von 30 bis 40 Millionen Dollar. Die öffentlichen Märkte wollen in Krypto investieren. Kunden wollen das.“
Besonders offensiv formulierte Garlinghouse Ripples Selbstbild als regulierungsnahe Infrastruktur: „Wir wollen die am stärksten regulierten, die am stärksten regelkonformen sein, weil wir auf institutionelle Flows fokussiert sind – das ist die Priorität“, sagte er.
Garlinghouse verwies unter anderem auf die im Dezember 2025 erhaltene Genehmigung vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC), um als nationale Treuhandbank (National Trust Bank) zu agieren. Diese OCC-Zulassung erlaubt Ripple, als reguliertes Finanzinstitut Verwahrungs- und Abwicklungsdienste anzubieten.
Auf die Frage zu einem möglichen Fed-Master-Account machte Garlinghouse eine vielversprechende Andeutung:
„Es gab viel Spekulation darüber, was wir in Zukunft tun könnten. Es gab Kommentare zu einem Fed-Master-Account, was wir durchaus spannend finden. Und es gibt Dinge, die wir in Zukunft tun könnten, auf die ich heute nicht eingehen werde.“
Entscheidend sei jedoch der Abstand zu früher: Wenn man ihm vor zehn Jahren gesagt hätte, Ripple hätte „auch nur eine bedingte Genehmigung“ oder überhaupt ein solches Maß an „Einbindung“ durch das OCC, wäre das „massiver Fortschritt“ im Vergleich zum Start der Reise.
Präsidentin Monica Long bezeichnet XRP ebenfalls als “den Nordstern für Ripple” und stelle klar: “XRP und das Ledger sind unser Daseinsgrund“. Ripple verstehe seinen Zweck darin, „Use-Cases zu bauen“, Technologie auf reale Probleme anzuwenden; XRP sei der Nordstern, der Produktstrategie und Entscheidungen leite.
Für das laufende Jahr hob Long besonders die dezentrale Börse (DEX) auf dem XRP Ledger hervor. Ripple wolle Zahlungsflüsse, die Kunden bereits für Stablecoin-basierte grenzüberschreitende Zahlungen nutzen, auf die Decentralized Exchange“ bringen.
Long stellte außerdem „Payments Credit“ als zweiten Schwerpunkt in Aussicht, kurzfristige Kreditlinien seien im Zahlungsverkehr üblich, um Liquidität zwischenzufinanzieren. Die Idee sei, den Finanzierungsbedarf von Zahlungsdienstleistern mit XRP-Haltern zu verknüpfen, „die ihr XRP einsetzen“ und „mehr Rendite“ über ein Lending-Protokoll erzielen wollen. Sie verwies dabei darauf, dass das Lending-Protokoll noch „zur Abstimmung“ stehe, Ripple aber „die Daumen drücke“, dass es als Amendment umgesetzt wird.
Drittens rückte Long Custody in einen größeren institutionellen Kontext: Banken wollten nicht nur digitale Assets verwahren, sondern aktiv in Tokenisierung vorstoßen – von tokenisierten Einlagen bis hin zu Fonds, Aktien, Anleihen. Ripples Custody-Produkt solle genau das ermöglichen.

