- Ripple und Aviva Investors wollen traditionelle Fondsstrukturen auf dem XRP Ledger tokenisieren.
- Beide Unternehmen begründen den Schritt mit Effizienz- und Infrastrukturargumenten.
Während im Weißen Haus weiter um regulatorische Leitplanken für Krypto gerungen wird, kann Ripple in Europa einen neuen Fortschritt vorweisen. Aviva Investors, die Vermögensverwaltung des britischen Versicherers Aviva plc, will traditionelle Fondsstrukturen auf dem XRP Ledger (XRPL) tokenisieren.
tokenisieren und Aviva Investors teilten am 11. Februar 2026 in einer bezeichnete mit, dass sie gemeinsam prüfen wollen, wie sich „traditionelle Fondsstrukturen“ auf das XRPL bringen lassen. Ripple zufolge ist es die erste Partnerschaft des Unternehmens mit einem Investment-Manager mit Sitz in Europa.
Aviva Investors nennt das Vorhaben ein Novum: Es sei „die erste Initiative dieser Art“, mit der tokenisierte Bausteine ins bestehende Produktangebot einziehen sollen. Beide Seiten sprechen von einer langfristigen Zusammenarbeit und wollen „über das Jahr 2026 und darüber hinaus“ gemeinsam tokenisierte Fonds auf dem XRPL umsetzen.
Warum Ripple und das XRP Ledger?
In der Mitteilung rücken beide vor allem die Infrastruktur in den Fokus: schnelle, sichere und günstige Transaktionen sowie Energieeffizienz. Außerdem verweist Ripple auf „Compliance“-Funktionen, die speziell auf Institute in regulierten Märkten zielen.
Ripple verweist zur Einordnung auf die Größe des Netzwerks: Seit 2012 seien über 4 Milliarden Transaktionen über das XRPL gelaufen; zudem nennt das Unternehmen mehr als 7 Millionen aktive Wallets und 120 unabhängige Validatoren.
Auf X schrieb Markus Infanger, Senior Vice President bei RippleX:
“Ein wahrhaft bedeutender Moment für XRPL: Traditionelle Finanzdienstleistungen werden nun auf der Blockchain umgesetzt! Aviva Investors, die globale Vermögensverwaltungssparte des führenden britischen Versicherers Aviva plc, hat eine Partnerschaft mit Ripple angekündigt. Ziel ist die Tokenisierung traditioneller Fondsstrukturen auf der XRPL-Plattform.”
Jill Barber, Chief Distribution Officer bei Aviva Investors, stellt die Vorteile für Investoren in den Vordergrund:
„Wir freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit mit Ripple bekanntzugeben, und wir freuen uns darauf, eng mit dem Team zusammenzuarbeiten, um tokenisierte Lösungen zu prüfen“, sagte Barber. Sie ergänzte:
„Wir glauben, dass Tokenisierung viele Vorteile für Anleger bringen kann – einschließlich Verbesserungen bei Zeit- und Kosteneffizienz. Als Investmentarm des führenden Versicherers Großbritanniens haben wir eine lange Innovationshistorie. Wir setzen uns dafür ein, technologische Fortschritte zu übernehmen, von denen wir überzeugt sind, dass sie positive Veränderungen für unser Geschäft bewirken können – und wir glauben, dass tokenisierte Fonds für unsere Kunden enorm vorteilhaft sein können.“
Ripple beschreibt den Schritt als nächsten Sprung Richtung Einsatz in der Praxis. Nigel Khakoo, VP Trading and Markets bei Ripple, sagte:
„Tokenisierung bewegt sich jetzt von Experimenten hin zur großflächigen Produktion. Institutionen wie Aviva Investors konzentrieren sich nun darauf, wie regulierte Finanzanlagen in großem Maßstab eingesetzt werden können.“
Tokenisierte Fonds könnten laut Ripple spürbare Effizienzgewinne in den Investmentprozess bringen — und sich erst über Jahre wirklich auszahlen. Als Gründe nennt Khakoo „eingebaute Compliance-Tools“, „nahezu sofortiges Settlement“ und „native Liquidität“ des XRPL als Infrastruktur für „die nächste Generation institutioneller Assets“.
Reece Merrick, leitender Geschäftsführer für den Nahen Osten und Afrika bei Ripple, bezeichnete die Kooperation auf X als „erste Zusammenarbeit mit einer europäischen Investment-Management-Firma, um RWAs im großen Stil zu tokenisieren“ und stellte in Aussicht, 2026 gemeinsam „die Lücke zwischen institutioneller Finanzwelt und Blockchain-Nutzen“ zu schließen.
Wie CNF berichtete, kommt die Nachricht nur wenigen Tage nachdem Ripple die finale Lizenz als Electronic Money Institution (EMI) von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) in Luxemburg erhalten hat.

