- Bei SpaceX und Tesla soll es Überlegungen geben, beide Konzerne zu fusionieren. Laut informierten Kreisen haben erste Sondierungen begonnen.
- Das erzeugt Fragen nach dem Grund für einen solchen Konzernverbund und was er für das vorhandene, beträchtliche Bitcoin‑Vermögen bedeuten würde.
Tesla führt nach den aktuellen Quartalszahlen rund 11.509 und SpaceX etwa 8.285 Bitoins in der Bilanz, insgesamt fast 20.000 BTC. Das ergäbe im Fall einer Fusion eins der weltweit größten Bitcoinvermögen eines einzelnen kommerziellen Unternehmens. Während Tesla als börsennotierte Aktiengesellschaft strengen Offenlegungspflichten unterliegt, agiert SpaceX bislang vergleichsweise intransparent. Eine gemeinsame Konzernstruktur würde diese Intransparenz aufheben und zu einer Neubewertung führen.
Bilanzierung, Risiken und Bewertung
Für Krypto-Investoren ist die Frage entscheidend, wie ein fusioniertes Unternehmen mit dem volatilen Bitcoin umgehen würde. Seit der Einführung des Fair‑Value‑Accounting‑Standards müssen börsennotierte Firmen Bitcoin‑Gewinne und ‑Verluste unmittelbar in der Gewinn‑ und Verlustrechnung ausweisen.
Das ist ein Aspekt, der bei einem potenziellen SpaceX‑Börsengang mit einer erwarteten Bewertung von bis zu 1,5 Billionen Dollar relevant wäre. Die Bitcoin‑Position des neuen Unternmehmens wäre ein Faktor bei der Bewertung.
Ein anderer messbarer Faktor, was Tesla betrifft, ist der existenzbedrohend rückläufige Absatz in den Schlüsselmärkten China und Europa. Böse Zungen behaupten, Tesla fahre entweder in eine Fusion oder gegen die Wand.

Historische Erfahrungen
Teslas erratische Bitcoin-Strategie spielt ebenfalls eine Rolle. Nach dem spektakulären Einstieg 2021 mit einem BTC-Kauf für 1,5 Milliarden Dollar folgte ein Teilverkauf, später dann die Veräußerung von rund 75 Prozent des Vermögens im Bärenmarkt 2022. Diese Historie spricht nicht für eine verläßliche Bitcoin-Strategie als Akteur im Corporate‑Kryptomarkt.
Vor diesem Hintergrund wird jede strukturelle Veränderung im Musk‑Syndikat genau beobachtet. Die aktuellen Fusionsüberlegungen verändern zwar noch keine operativen Pläne, doch sie rücken die Frage nach der künftigen Rolle von Bitcoin im Konzern wieder stärker ins Blickfeld.

