- 21Shares hat eine XRP Preisprognose für 2026 mit mehreren Szenarien veröffentlicht.
- Kernfrage für 2026: Kommt echte Nutzung und institutionelle Nachfrage.
Der Krypto-ETP-Anbieter 21Shares hat in einer neuen Research-Notiz eine XRP-Preisprognose für 2026 veröffentlicht.
Im Basisszenario sieht 21Shares XRP bis zum Jahresende bei 2,45 US-Dollar (50% Wahrscheinlichkeit), im Bullenszenario bei 2,69 US-Dollar (30%) und im Bärenszenario bei 1,60 US-Dollar (-16%). Die Werte versteht 21Shares als möglichen Jahreshöchststand 2026, je nachdem, wie schnell die Adaption zunimmt, wie das Makroumfeld dreht und wie sich Liquidität sowie Marktstruktur entwickeln.
Here our own XRP predictions for 2026:
Base case – $2.45 (50%)
Bull case – $2.69 (30%)
Bear case – $1.60 (-16%)Here’s why: https://t.co/yzrZQyAb6z pic.twitter.com/Qikzf9aPso
— 21shares (@21shares) January 28, 2026
Wie 21Shares auf die XRP-Preisprognosen kommt
21Shares-Research-Stratege Matt Mena sieht XRP an einem „institutionellen Wendepunkt“. Seit der Einigung im SEC-Verfahren im August 2025 sei der Bewertungsabschlag durch die Rechtsunsicherheit weitgehend verschwunden. 2026 müsse sich die Preisfindung stärker an belastbaren Fundamentaldaten messen lassen.
„Preisprognosen gehören zu den langlebigsten Obsessionen der Finanzwelt – in Krypto wird das noch reizvoller, weil der Markt für seine Volatilität und schnelle Stimmungswechsel bekannt ist. Auch wenn Gewissheit unmöglich ist, stützen sich aussagekräftige Prognosen sowohl auf datengetriebene Modelle als auch auf qualitative Einschätzungen.“
Als wichtigsten Hebel für 2026 nennt 21Shares regulatorische Klarheit. Mena erklärt, dass das Gerichtsverfahren mit der US-Börsenaufsicht den XRP-Kurs über Jahre belastet habe.
„Zu Beginn des Jahres 2026 steht XRP an einem entscheidenden Wendepunkt: ein klarer Übergang von spekulativer Volatilität hin zu einer Bewertung, die auf institutionellen Fundamentaldaten beruht. Die Einigung im August 2025 im langjährigen SEC-Verfahren hat den strukturellen Ballast entfernt, der den XRP-Preis über Jahre hinweg gedeckelt hatte – unabhängig von seinem tatsächlichen Nutzen.“
Damit werde der Markt aus Sicht von 21Shares wieder investierbar für Teile der US-Institutionellen, ebenso für regulierte Fonds/ETF-Emittenten sowie Banken und Zahlungsdienstleister, die zuvor wegen Compliance-Risiken zögerten.
Gleichzeitig sagt Mena: Mit dem Wegfall der juristischen Unsicherheit könne XRP 2026 nicht mehr vom Hype um das Gerichtsverfahren leben. Wenn messbare Adoption bei Banken und Finanzinstituten ausbleibt, entsteht ein „Sell-the-News“-Risiko.
Treiber zwei: Spot-ETFs in den USA könnten die Nachfrage verstetigen. Diese hätten in ihrem ersten Monat mehr als 1,3 Mrd. US-Dollar an Vermögen eingesammelt und eine „historische Serie“ fortlaufender Zuflüsse verzeichnet. 21Shares wertet das als Signal für dauerhaftere Zuflüsse, die nicht bei jeder Korrektur sofort abreißen.
Hinzu kommt, dass die XRP-Börsenreserven auf einem Siebenjahrestief von 1,7 Mrd. XRP stehen. In Kombination mit ETF-Käufen und einer starken Community sei das laut Mena eine robuste Grundlage für einen Kursanstieg:
„Bei Börsenreserven auf einem Siebenjahrestief von 1,7 Milliarden XRP prallt institutionelle ETF-Nachfrage auf eine Community, die nicht verkaufen will. Für Mena ist das der Kern der These: steigende institutionelle Nachfrage trifft auf begrenztes frei verfügbares Angebot – und kann so 2026 stärkere Kursbewegungen auslösen.“
Drittens skizziert 21Shares das XRP Ledger als potenzielle Settlement-Schicht in einer zunehmend tokenisierten Finanzwelt, von Stablecoins über tokenisierte Bankeinlagen bis hin zu interoperablen Abwicklungs-Layern. Der Bericht verweist darauf, dass XRP für schnelle, kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungen konzipiert sei und dass der XRP Ledger bereits Anwendung bei Finanzinstituten und Zahlungsanbietern findet.
Parallel hat die DeFi-Adaption auf dem XRPL zugenommen: Das Total Value Locked sei in zwei Jahren fast um den Faktor 100 gestiegen und habe zuletzt die Schwelle von 100 Mio. US-Dollar überschritten. Für die Tokenisierung realer Vermögenswerte verweist 21Shares auf den Multi-Purpose-Tokens-Standard, der es Institutionen erlauben soll, RWAs wie Anleihen oder Aktien mit Metadaten und Compliance-Regeln direkt auf Protokollebene abzubilden.
Trotz des grundsätzlich bullischen Ausblicks benennt 21Shares mehrere Punkte, die den Ausblick ins bearische drehen könnten: Nachlassende ETF-Zuflüsse könnten den zentralen, reflexiven Preismechanismus schwächen. Bleibt zudem nennenswertes RWA-Volumen aus, bricht die Settlement-These zusammen, zumal die Konkurrenz um Tokenisierung 2026 zunimmt. Und falls RLUSD nicht die erhoffte institutionelle Traktion erreicht, würde dem XRPL ein Baustein fehlen, den 21Shares als hochwertiges Collateral für professionelle Anwendungen einstuft.

