- Eine Rezession könnte zu niedrigeren Zinsen führen, was die Schuldenlast der USA verringern und die Liquidität von Digital Assets erhöhen könnte.
- Die US-Handelspolitik per Zollschranken der Trump-Regierung dürfte Bemühungen um eine wirtschaftliche Erholung erschweren.
Wie Michael Saylor in einem CNF-Bericht Ende 2024 andeutet, ist Bitcoin in der Lage, das Vermögen der USA auf 81 Billionen Dollar zu steigern. Den Daten zufolge stehen die Vereinigten Staaten im März 2025 vor einer beängstigenden Staatsverschuldung von insgesamt 36,4 Billionen Dollar, von denen 29 Billionen Dollar bei der Öffentlichkeit und 7,4 Billionen Dollar bei der Regierung liegen werden.
Diese beträchtliche Verschuldung hat zu einem Anstieg der Zinsen geführt, wobei der durchschnittliche Zinssatz für Staatsanleihen auf 3,2 % gestiegen ist, den höchsten Wert seit 15 Jahren.
Erschwerend kommt hinzu, dass 9,2 Billionen Dollar dieser Schulden im Lauf des Jahres fällig werden oder refinanziert werden müssen, was die Besorgnis über die finanzielle Gesundheit der Nation noch verstärkt. In einem Bericht von The Kobeissi Letter in einem kürzlichen Tweet heißt es:
„Warum sollte eine Rezession niedrigere Zinsen garantieren? Jede US-Rezession, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen, folgte auf einen Höchststand der Fed Funds Rate. Wenn das Wirtschaftswachstum ins Stocken gerät, „stimuliert“ die Fed die Wirtschaft. Das heißt, sie senkt die Zinssätze, um die Kapitalkosten zu senken und die Ausgaben zu fördern.“
Würde eine Rezession Erleichterung bringen?
Einige Finanzanalysten auf der Plattform Market Watch schlagen vor, dass eine wirtschaftliche Rezession ungewollt die Schuldenlast verringern könnte, indem sie die Federal Reserve dazu veranlasst, die Zinssätze zu senken und damit die Kreditkosten zu reduzieren.
In der Vergangenheit haben Konjunkturabschwünge die Fed dazu veranlasst, eine akkommodierende Geldpolitik zu verfolgen, um das Wachstum anzukurbeln. Das jüngste Marktverhalten, wie der Rückgang der 10-jährigen Treasury-Renditen um 60 Basispunkte in den letzten zwei Monaten, deutet auf wachsende Erwartungen einer möglichen Rezession hin.
Haltung der Regierung
Die derzeitige Regierung unter Präsident Donald Trump behauptet, dass die USA eine Rezession durch eine durchsetzungsfähige Handelspolitik und Zölle abwenden können. Diese Maßnahmen haben jedoch Debatten über ihr Potenzial, das Wirtschaftswachstum zu behindern, ausgelöst.
So hat Goldman Sachs seine Wachstumsprognose für die USA für 2025 nach unten korrigiert und sich dabei auf die negativen Auswirkungen der Zölle berufen.
Bitcoinkurs-Reaktion auf Rezessionsängste
Die wachsende Besorgnis über eine mögliche Rezession in den USA hat sich auch auf die Kursbewegungen von Bitcoin ausgewirkt. Historisch gesehen hat sich BTC in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als widerstandsfähig erwiesen und wird deshalb von vielen als Absicherung gegen Inflation und monetäre Instabilität angesehen.
Da die US-Notenbank möglicherweise die Zinsen als Reaktion auf einen wirtschaftlichen Abschwung senkt, könnte die Liquidität zunehmen, was Bitcoin und anderen Risikoanlagen einen Aufwärtsimpuls verleiht. Sollten sich die Rezessionsängste bewahrheiten, könnte BTC nochvolatiler werden.
Momentan wird Bitcoin bei $77.786 gehandelt und ist in den letzten Tagen um 3,61% und in der letzten Woche um 10,08% gesunken.

