- Japan wird Bitcoin nicht als Finanzreserve verwenden und begründet das mit seiner Volatilität und Unvereinbarkeit mit bestehenden Devisenvorschriften.
- Man will stattdessen Regelungen, die das Gleichgewicht zwischen Blockchain-Innovationsförderung Anlegerschutz und Compliance wahren.
Die japanische Regierung hat deutlich gemacht, dass man keine Bitcoin-Devisenreserve will, wie Coinpost berichtete. Nach den derzeitigen Regeln gelten dort Assets in Zusammenhang mit Kryptowährungen nicht als Devisen.
Dieser Standpunkt passt zu Japans Prinzip des Vorrangs von Sicherheit und Liquidität bei Finanzreserven. Man geht davon aus, dass das wirtschaftliche Gleichgewicht von traditionellen Reserven wie Staatsanleihen und Zentralbankeinlagen abhängt und auch von ihnen aufrecht erhalten werden sollte.
Mit seinen regelmäßigen starken Preisschwankungen steht Bitcoin in krassem Gegensatz zu den Anforderungen einer stabilen Finanzreserve.
Stabilität hat Priorität
Als der japanische Politiker Satoshi Hamada das Thema am 11. Dezember 2024 im Parlament zur Sprache brachte, wurde die Debatte über Bitcoin als nationale Reserve erneut angefacht. Hamada sagte, dass Japan strategisch von Bitcoins dezentralem Charakter und Neutralität als Vermögenswert profitieren könnte.
Nichtsdestotrotz war die Regierung in ihrer Haltung hartnäckig und führte Sorgen über die natürliche Volatilität von Bitcoin und die möglichen Risiken an, die dadurch für die nationale Wirtschaft entstehen können.
Japans Position spiegelt seine allgemeine Haltung zur Kryptoregulierung wider, die der systematischen Stabilität und der Sicherheit der Anleger Vorrang vor spekulativen Chancen einräumt. Japan ist konservativ geblieben, während andere Länder, insbesondere die Vereinigten Staaten, über Maßnahmen zur Untersuchung des möglichen Reservewerts von Bitcoin nachdenken oder schon konkrete Schritte unternehmen.
Durch die Konzentration auf traditionelle Reserven will Japan seine wirtschaftlichen Interessen vor dem volatilen Charakter der Kryptomärkte schützen.
Allerdings beabsichtigt Japan, die Regeln für nicht börsengehandelte Krypto-Intermediäre, einschließlich Gaming-Anwendungen und selbst gehostete Wallets, zu vereinfachen – CNF berichtete. Die vorgeschlagenen Richtlinien sollen die Compliance-Verpflichtungen für diese Mittelsmänner straffen und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen Anlegerschutz und den Chancen der Blockchain-Technologie wahren.

